Ausflüge in die landschaftlich reizvolle Umgebung zu Pferde, besonders nach den fünf Präfekturfestungen, werden sehr empfohlen. Nach Pukhan etwa 12 km nördl. vom Westtor; nach Kwangdschu (Zitadelle von Namhan) etwa 25 km sö. vom Südosttor von Söul auf einem Berge, 1626 erbaut, mit neun Klöstern kriegerischer Bonzen, einem Königspalast, verschiedenen Yamen und Tempeln. Man braucht 2 Tage, übernachte (gegen Geldgeschenk) in einem der gastfreien Klöster.
Der Ausflug in die *Diamantberge erfordert etwa 8-14 Tage Zeit, Ausrüstung mit Reitpferd und etwa 2 Packpferden nebst Führer und Mundvorrat, Bettzeug etc. (Nach Fertigstellung der südl. Bahnstrecke der Linie Söul-Gensan benutze man diese bis Kimsöng.) Man reitet auf der großen Landstraße, die von Söul nordostwärts nach Gensan führt (Bahn im Bau), am 1. Tage 50 km bis Yongpöng, am 2. Tage etwa 60 km bis Kimsöng (d. h. Goldstadt), ein verfallener Ort. [Von hier 30 km wnw. lag das Goldbergwerk Tangkukae eines deutschen Syndikats in waldigen, wasserreichen Bergen, seit 1906 wieder aufgelassen.]—Von Kimsöng wende man sich zu Fuß östl. in die Berge über mehrere steile Pässe zum reißenden Fluß Thaetsingang, dann im Tale von dessen Nebenfluß nach NO.; bald führt ein schmaler Felspfad über eine Bergkette und wieder hinab in ein enges Tal, bis man auf dessen Paß die gewaltige Bergmasse der Diamantberge von Korea, mit dem höchsten Gipfel Kimkangsan (1830 m), erblickt, zu denen man auf ausgetretenen, aber doch oft schwierigen, von vielen Pilgern besuchten Felspfaden gelangt. Mehr als 100 buddhistische Tempel und Pagoden sind auf den Hängen und in den Tälern der Diamantberge, meist in sehr malerischer Lage. Die koreanischen Mönche, die dort teils als Einsiedler, meist aber in großen Klöstern hausen (sie griffen 1592 zu den Waffen und halfen die Japaner aus dem Lande schlagen), sind sehr gastfrei (aber arm und anspruchslos) und dienen gern als Führer. —Von Kimsöng bis zum Kloster Tschanganso (Tempel des ewigen Friedens) kann man Packpferde mitführen. Dort übernachte man und klettere am nächsten Morgen (in starken koreanischen Leinenstrümpfen mit zähen Bastschuhen und festem Bergstock) mit Führern am Bergstrom bergauf, zum Teil an fast senkrechten Felswänden empor und am Kloster Piohunsa (Tempel der Erklärung der Gebote) vorbei.


An der Felswand hoch über dem Weg haust in einem Tempelchen eine alte Nonne. Nach 3 St. Steigen gelangt man zu einem Kloster im Urwald. Bei einer Lichtung sieht man eine Buddhafigur an hoher Felswand, aus dem Felsen herausgehauen. Bald erreicht man den 1340 m hohen Kamm der Kette, der 790 m über dem Kloster Tschanganso liegt; einige felsige Kuppen in der Nähe sind noch höher. Wunderbare *Aussicht bis zum Japanischen Meer und über die Gebirgsketten. Anstrengender Abstieg durch prächtige Eichen-und Buchenwälder, vorbei an einem buddhistischen Friedhof in einer runden Lichtung, in dessen Nähe das größte und älteste Kloster *Yüchömsa (Tempel der Ulmenberge) liegt, wo man übernachtet.—Am 5. Tage auf bequemem Wege zurück nach Tschanganso, am 6. nach Kimsöng, am 8. oder 9. nach Söul.—Auf Gasthofsverpflegung muß man in dieser wilden Natur verzichten. (Nach Dr. O. Franke.)



Von Söul nach Fusan und Shimonoseki.

Mit der Südkoreanischen Bahn (Fusanbahn) nach Fusan, 445 km, Fahrzeit etwa 10 St., Fahrpreis I. 14,70, II. 10,29 Yen, gute Expreßzüge mit Speisewagen.—Von Fusan mit Dampfer der japanischen Staatsbahnen nach Shimonoseki, täglich früh und abends, 122 Seem., Überfahrtszeit 7-10 St.; große, bequeme Schiffe, direkter Anschluß. —Söul-Shimonoseki, Fahrzeit 22 St.; Fahrpreis I. 26,70, II. 17,29 Yen; Söul-Kobe, Fahrzeit 37 St. für I. 32,70, II. 21,79 Yen; Söul-Tōkyō, Fahrzeit 53 St., für I. 41,98, II. 26,46 Yen. Rückfahrkarten für diese Strecken 20 % weniger als das Doppelte.