(32 km) Takamatsu (Takamatsu Hotel; Dampfer nach vielen Plätzen der Binnenlandsee), Hafenstadt und Hauptstadt der Provinz Sanuki, mit 37430 Einw., Daimyōburgruine am Strand; in der südl. Vorstadt der schöne Landschaftsgarten *Kuri-bayashi Kōen mit phantastischen Kiefern. Lohnender Ausflug auf den *Yashimayama (etwa 4 km) an der Ostseite des Hafens, ein Vorgebirge, wo im 12. Jahrh. eine große Seeschlacht zwischen den Anhängern der Minamoto und Taira geschlagen wurde; eine Dampferfahrt in 1 St. nach der idyllischen Bucht Uchi no Umi auf der Insel Shōzu-(Shōdo-)Shima ist sehr empfehlenswert.

Der Hauptdampferweg führt um die Südküste der Insel Shōzu-Shima herum in die Harima Nada und durch diese mit nö. Kurs durch die Meerenge Akashi no Seto am Nordende der Insel Awaji Shima in den schönen Golf von Ōsaka (Idzumi Nada) und dort längs der Küste von Hondo zur Reede von Kōbe (S. [361]), 234 Seem. von Shimonoseki.

Eisenbahn von Shimonoseki nach Kōbe.

Eisenbahn. Die Sanyōbahn läßt von Shimonoseki nach Kōbe tägl. einen Schnellzug laufen; er legt die Strecke von 350 km in 141/2 St. zurück; die Durchgangswagen haben elektrisches Licht und Dampfheizung; Speisewagen in den Schnellzügen, Schlafwagen in den Nachtzügen. In jedem Wagen ist ein »Boy« zur Bedienung der Reisenden. —Die Reisenden I. und II. Kl. der Dampfer der Nippon Yūsen Kaisha können diese Bahn ohne Mehrkosten benutzen, wenn sie vorher eine Austauschfahrkarte (interchangeable ticket) lösen. Dasselbe Vorrecht genießen die Reisenden der Great Northern S. S. Co. und Tōyō Kisen Kaisha zwischen Kōbe u. Nagasaki.

Man gebe das Gepäck auf für die Sannomiyastation in Kōbe und beachte, ob man richtig verstanden ist!
Die Bahn folgt dem altberühmten Tokkaido, der »alten Heerstraße«, durch das Hügelland des südl. Küstengebiets von Chiogoku, wie die westl. Halbinsel von Hondo heißt. In Chiogoku, das Mittelgebirgscharakter hat, fehlen jungvulkanische Gesteine fast ganz.

Der Schnellzug (r. sitzen!) verläßt Shimonoseki (S. [355]) in nö. Richtung, gegenüber Dan-no-ura, dem Orte der größten Seeschlacht in den japanischen Geschlechterkämpfen 1185, wo Yoshitsune die bisher allmächtigen Taira besiegte. Dann folgt (14 km) Chōfu oder Toyoura (Gasthof Shin-ichi), Grabstätte des Mikado Chū-ai Tennō, gest. 201, dessen Frau Jingō Kōgō, die japanische Semiramis, nach seinem Tode Korea erobert haben soll.—(69 km) Ogōri; von hier erreicht man mit elektr. Bahn in 11/2 St. (11 km) Yamaguchi (Gasthof Fujimara) mit Daimyō Mōri-Schloß und den heißen Quellen von Yuda, Mittelpunkt des japanischen Christentums gegen Ende des 16. Jahrh. Auf dem Hügel Kameyama ein Park mit Reiterstatuen der Familie Mōri.—Dann (87 km) Mitajiri (guter Gasthof Kashiwagi am Bahnhof), ein hübscher Hafenort, in dessen Nähe, in Miyaichi (Gasthof Fujimura, mit Rikscha zu erreichen), der Matsu-zaki-jinja, ein berühmter Schrein des Gottes Tenjin auf malerischem Hügel mit *Aussicht, liegt.—Die Bahn folgt nun der Küste, führt über (114 km) Tokuyama (Gasthof Matsumasa) mit Brikettfabrik für die japanische Marine, zu dem malerischen Hafen (150 km) Yanaitsu, dann immer dicht am Strande, zum Teil auf einem Damm und über den Nishikigawa nach (183 km) Iwakuni (Gasthof Komehei), lebhafter Gewerbestadt mit schönem Park und Tempel, berühmt wegen der 230 m langen und 24 m hohen seltsamen Bogenbrücke Kintaikyō, zuerst 1673 vom Daimyō Kikkawa Motonobu erbaut und stets in alter Form erneuert.

(203 km) *Miyajima (Mikado Hotel, europäisch, Pens. etwa 8 Yen; Momiji Hotel; Gasthof Iwaso; auf der Insel, mit Sampan in 20 Min., mit Dampfboot in 10 Min. zu erreichen), eine heilige Insel dicht am Strand, auch Itsukushima (d. h. heilige Insel) genannt, gehört zu den Sankei (den drei Hauptsehenswürdigkeiten Japans).

Von Kōbe kann man auch mit Dampfer der Osaka-Shimonoseki-Linie der Osaka Shōsen Kaisha in etwa 22 St. für I. Kl. 5,30, II. 3,15 Yen (jede europäische Mahlzeit 1 Yen extra) die Fahrt hierher machen, die infolge Anlaufens von elf kleinen Zwischenplätzen (darunter Takamatsu, Onomichi und Kure) sehr lohnend ist.