2) Great Indian Peninsular Railway und East India Railway, 1400 M (2253 km), sogen. Midland Route durch die nördl. Zentralprovinzen über Nasik, Jubbulpore, Allahabad in 421/4 St.; Fahrpreise: I. Kl. 99 Rup. 1 anna; II. Kl. 45 Rup. 14 annas; III. 16 Rup. 6 annas (für Diener). Auf dieser Strecke läuft wöchentlich ein Sonderzug (Special Train) mit Speisewagen nach Ankunft des P. & O.-Dampfers in Bombay in 40 St., Fahrpreis 6 £ 12 sh, mit nur 32 Plätzen, daher Anmeldung vor Ankunft in Aden nötig.

3) Bombay, Baroda and Central Indian Railway und East Indian Railway durch Radjputana und Hindustan über Jaipur, Delhi, Lahore, Agra, Allahabad, Benares; die Radjputana-Route kombiniert mit der East India-Route. Es ist der beste Reiseweg für Weltreisende, zugleich die bestgeleitete Bahnlinie Indiens; wo die Unterkunft in den auf dieser Strecke gelegenen sehenswerten Städten zu mangelhaft ist, findet man im Stationsgebäude gute Verpflegung und bequeme Schlafräume (zuweilen etwas lärmend) mit Bädern.

Von Bombay nach Delhi.

Vgl. die Karten bei S. [96] und [64].

Eisenbahn: Linie 3) (s. oben). Abfahrt von Bombay von Colaba Station (am besten, um guten Platz zu bekommen, l. sitzen!). Schnellzug bis (849 M, 1367 km) Delhi mit Bombay Baroda & Central Indian-Bahn in 35 St. für I. Kl. etwa 62 Rup. 7 annas, II. Kl. 31 Rup. 4 annas, Diener 8 Rup.
Der Reisende gelangt auf dieser Linie aus dem regenreichen, von üppiger Tropenvegetation bedeckten Westküstengebiet des Dekhans, das den Regen bringenden Südwestmonsun aus erster Hand erhält, in immer trockenere Zonen; dementsprechend ändert sich auch die Vegetation, die in Radjputana schon mehr Ähnlichkeit mit der des trockenen Vorderasien hat, als mit der tropischen des südl. und östl. Vorderindien. Die Temperaturverhältnisse ändern sich im Sommer zwischen Bombay und Delhi nicht so sehr, als man es nach der etwa 10 Breitengrade betragenden Entfernung erwarten sollte; dagegen ist der Winter in Bombay ganz bedeutend wärmer als in Agra und Delhi (Januartemperatur in Bombay 23,6°, in Agra 15,6°).Die täglichen Temperaturschwankungen, die für das körperliche Befinden des Menschen besonders wichtig sind, sind in Nordwestindien viel größer als in dem beständig feucht-warmen Bombay.

Ostindien, nördl. Teil.

Die Bahn geht von Bombay nördl. längs der Back Bay mit Blick auf Malabar Hill und die Türme des Schweigens, durchläuft die flache Insel Bombay, Dörfer mit Kokospalmen, und kreuzt bei (10 M) Mahim das seichte Meer zwischen den Inseln Bombay und Salsette auf einem Damm (von hier ab vgl. die Karte S. [96]). Jenseit des Dammes (11 M) Bandra mit alten portugiesischen Kapellen, beliebtes Seebad mit frischerem Seeklima; ein Ritt längs der Westküste der Insel von Bombay nach Bandra ist sehr lohnend zum Kennenlernen tropischer Natur (s. S. [42]).—Die Bahn führt nun nahe längs der Westküste der Insel Salsette nach (18 M) Goregaon, dicht am Meer; etwa 2 km nö. vom Bahnhof liegen die Tempelhöhlen von Jogeshwar aus der zweiten Hälfte des 8. Jahrh.—(22 M) Borivli. Von der Stat. Borivli in 1 St. (mit Tonga) über waldige Hügel nach den interessanten Höhlen von Kanhari, 109 in Felsen gemeißelte buddhistische Mönchszellen (jetzt verlassen).—Bei (23 M) Bhayndar (Ghorbandar) überschreitet die Bahn auf 2 M langer Brücke den Basseïn Creek, einen Meeresarm, der die Insel Salsette vom Festlande trennt; jenseits liegt (29 M) Stat. Basseïn Road (Dâk Bungalow).