Vgl. die Karte S. [107].

A. Von Genua oder Neapel nach Colombo.

Reichspostdampfer des Norddeutschen Lloyd (abwechselnd von Bremerhaven oder Hamburg ausgehend, über Rotterdam, Antwerpen, Southampton, Gibraltar in 14 Tagen nach Genua) gehen jeden zweiten Do. von Genua (Lloyd-Expreß, s. S. [9]), dann über (336 Seem.) Neapel, (1446 Seem.) Port Saïd und den Suezkanal in 17 Tagen (von Neapel) nach (4934 Seem.)


Colombo (Ankunft So. oder Sa.). Die Schiffe gehen weiter nach Singapore, Hongkong, Schanghai, Nagasaki oder Tsingtau, Kobe und Yokohama. Fahrpreis von Bremen oder Hamburg nach Colombo I. Kl. 1170 M., II. 765, III. 405 M. (hin und zurück I. Kl. 1760 M., II. 1145, III. 605 M.); von Genua oder Neapel I. Kl. 1080 M., II. 720, III. 360 M. (hin und zurück I. Kl. 1625 M., II. 1080, III. 540 M.; Näheres s. neuestes Handbuch der Reichspostdampferlinien des Norddeutschen Lloyd, erscheint zweimal jährlich).

Die Reichspostdampfer laufen von Neapel (S. [23]) in 4 Tagen nach (1110 Seem. von Neapel) Port Saïd (S. [25]), dann durch den Suezkanal über (1197 Seem.) Suez und durch das Rote Meer, wie S. [31] u. [36] beschrieben, nach (2505 Seem.) Aden (S. [38]); von da mit östl. Kurs durch den Golf von Aden; die Reichspostdampfer nehmen dann den stets sichern Weg nördl. um die Insel Sokotra (S. [41]), die nicht immer in Sicht kommt (sie hat keine Leuchtfeuer), während einzelne andre Dampfer Kap Guardafui (Râs Assir), dessen Abhänge von O. gesehen einem schlafenden Löwen gleichen, ansteuern und dann südl. von den kleinen Inseln und Sokotra auf die Südspitze Vorderindiens, Kap Comorin, zusteuern. Die Reichspostdampfer laufen mit OSO.-Kurs meist durch den Neungrad-Kanal nahe nördl. an der Koralleninsel Minikoi vorbei, deren Leuchtturm eine gute Landmarke ist; oder auch durch den Achtgrad-Kanal südl. von Minikoi (vgl. die Karte bei S. [96]). Nachts sind nahe über dem südl. Horizont die schönen Sternbilder des Südlichen Kreuzes sowie des Schiffs zu sehen. Dann südl. vom Kap Comorin entlang. Bei der Annäherung an Colombo begegnet man zuweilen schon den einfachen Fischerbooten mit viereckigen Segeln und Ausliegern, ehe die schönen Berglinien der Küste von Ceylon auftauchen; später sieht man dunkleres Vorland. Die große Hafenstadt erkennt man früher an den vielen Schiffsmasten und Schornsteinen als an den Häusern, die größtenteils zwischen üppigem Pflanzenwuchs (namentlich Kokospalmen) verborgen liegen. Der hohe Leuchtturm und der Palast des Gouverneurs südl. davon sind deutlich zu erkennen. Charakteristisch ist schon von weitem der 2241 m hohe Adamspik östl. von Colombo.—(4934 Seem. von Genua, 7570 Seem. von Bremerhaven) Colombo; Ankunft s. S. [110].

B. Von Marseille nach Colombo.

Messageries Maritimes, jeden 2. So. von Marseille (S. [24]) über (1510 Seem.) Port Saïd und (1597 Seem.) Suez, abwechselnd über (2881 Seem.) Djibouti (S. [36]) oder über Aden nach (5098 Seem.) Colombo in 16 Tagen. Über auswechselbare Rückfahrkarten mit dem Österreichischen Lloyd s. S. [22]. (Die Dampfer gehen weiter nach Singapore, Hongkong, Schanghai, Yokohama.)
Peninsular and Oriental Co., von Marseille jeden 2. Fr. über Port Saïd und Aden nach Colombo in 15 (von Brindisi in 13) Tagen; Fahrpreis ab Brindisi I. Kl. 48 £. (Die Schiffe gehen weiter nach Australien.)
Orient Line jeden zweiten Do. von Marseille über Neapel, Port Saïd, Suez nach Colombo in 17 Tagen. Fahrpreis ab Neapel I. Kl. 34-48 £ (weiter nach Australien).

C. Von Brindisi nach Colombo.