Man beachte, daß die Reisezeit von Mitte Dezember bis März zusammenfällt mit der Heimreisezeit der in Indien ansässigen Europäer und mit der Hauptfestzeit an Bällen, Wettrennen etc. in Calcutta, daher sollte man beizeiten Zimmer vorausbestellen.
Boarding Houses gibt es viele, allerdings wenig gute; zu empfehlen das von Mrs. Monk (Middleton Row 11); Mrs. Walter's (Russel Street 6-9) und Mrs. Pell's (Camae Street 1). Man zahlt meist 175 Rup. für den Monat oder 7 Rup. für den Tag Pension, doch in der Reisezeit bis 10 Rup. und mehr, dann ist Vorausbestellung zu empfehlen.
Restaurant und Konditorei: Peliti, Esplanade, East 10.—Bristol Hotel, Chowringhee Road, gute Billards; weniger für Damen.
Post u. Tel.: Post Office (Pl. 2, C4), Ecke Dalhousie Square und Koila Ghat Street.—Telegraph Office (Pl. 3, D4), Ecke von Dalhousie Square South und Old Court House Street.


Wagen: Carriages (Landauer), Einspänner (billig) und Ticca gharis (Droschken) nach Tarif.
Automobile für Tage, Wochen oder Monate stellt die French Motor Car & Electric Co., Bentinck Street 55.
Straßenbahnen, elektrische mit vielen Linien, billig und bequem.
Eisenbahnen: 1) Von Howrah Station (Pl. 10, C3) geht die East Indian Railway nach Benares und bis Peshawar (S. [80]); nach Bombay via Jubbulpore (S. [63]) od. via Nagpur (S. [63]); die Madras and Southern Mahratta Railway nach Madras und Tuticorin (S. [126]).—2) Von Sealdah Station (E4) die Eastern Bengal State Railway nach Darjeeling (S. [141]) und Assam (S. [140]) sowie von Beliaghatta (Mutla) Station nach Diamond Head.
Dampfer: Norddeutscher Lloyd (Agent: Schröder, Smidt & Co.), Old Court House Str. 6/7 (Pl. 30, D4), mit fremdem Zwischendampfer oder Bahn bis Colombo, von da mit Reichspostdampfer nach Europa; mit Zwischendampfer bis Singapore, von da mit Reichspostdampfer nach Ostasien.— Österreichischer Lloyd (Agent: R. de Calò) zweimal monatlich über Madras, Colombo, Bombay, Aden, Suez nach Triest in 31 Tagen.—Messageries Maritimes (Agent: Grézoux, Hare Street 5-6), Zwischendampfer alle 4 Wochen über Pondichéry nach Colombo.— Peninsular & Oriental Steam Nav. Co. (Agent: R. A. A. Jenkins, Strand 19) alle 14 Tage über Colombo nach Europa; ebenso über Singapore nach Ostasien.—British India Steam Nav. Co. (Agent: Mackinnon, Mackenzie & Co., Strand 16) wöchentlich nach allen indischen Häfen und Colombo; dreimal wöchentlich nach Rangoon.— River Steam Nav. Co. (Agent: Mac Neill & Co., Clive Ghat Street 2), Flußdampfer nach Assam etc.
Banken: Deutsch-Asiatische Bank, 32 Dalhousie Square (Pl. 31, C4).— National Bank of India Ltd., Clive Str. Beide Korr. der Deutschen Bank, der Berliner Disconto-Gesellschaft, letztere der Allg. Deutschen Creditanstalt in Leipzig; ferner Chartered Bank of India, Australia and China, Council House Street 5.—Hongkong and
Shanghai Banking Corporation, Dalhousie Square 31, beide mit Zweigstellen in Hamburg.—Für Reisende besorgt auch Cook's Office (s. unten) Bankgeschäfte, Kreditbriefe etc.
Reisebureaus: Thos. Cook & Son (Pl. 3, C4), Old Court House Street 11, gegenüber dem Telegraphenamt.
Konsulate: Deutsches Reich, Auckland Place 3 (Pl. 28, E5), Generalkonsul Prinz Heinrich XXXI. Reuß j. L., Durchl., Vizekonsul Dr. Remy; deutsches Konsulat (Pl. 28a, CD3), Clive Row 9, Konsul Hans R. Schuler.— Österreich-Ungarn, Generalkonsulat, Theatre Road 36 (Pl. 29, E5), Generalkonsul Dr. Ferd. Freyesleben, Vizekonsul W. R. Czerwenka.—Deutscher Klub (Pl. 32, D5), Elysium Row 13, einer der schönsten im Osten. Besuch 6-8 Nm.—Polizeiamt (Pl. 9, D3), Bow Bazar Street.
Ärzte: Dr. H. Finck, 19 Camac Str., der einzige deutsche Arzt.—Dr. A. Caddy, Harrington Str. 2.—Frauenärzte: Dr. Peck, Harrington Str. 6.— Miß Baumler, Chowringhee Road 15.— Zahnärzte: Miller, Chowringhee Road 35.—Woods, Chowringhee Road 25. —Apotheken: Bathgate & Co., Old Court House Street.—R. Scott Thomson & Co., Government Place 15.— Smith, Stanistreet & Co., Dalhousie Square, u. a.—Krankenhäuser: Presidency General Hospital (D6); Eden Hospital (D3) u. a.
Buchhandlungen: Thacker, Spink & Co., Government Place (CD4).— W. Newman & Co., Dalhousie Square. —Zeitungen: »Englishman«; »Statesman«; »Indian Daily News« u. a.— Photographien: John Blees (Kodaks, frische Films etc.), Chowringhee Road, neben Grand Hotel.—Johnston & Hoffmann, Chowringhee Road 22 (D4/5).—Bourne & Shepherd, Chowringhee Road 8.
Theater: Theatre Royal (Pl. 14, D4), Chowringhee Road, zum Grand Hotel gehörig.—Opera House (Pl. 15, D4), Lindsay Street.—Indische Theater meist in Beadon Street.
Geschäftsadressen: Optiker: Lawrence & Mayo; Solomons & Co.; Lazarus. —Kleiderhändler: Ranken & Co., H. Clark & Co., Old Court House Street 5, und andre Firmen, sämtlich Old Court House Street.


—Reiseartikel: Whiteaway, Laidlaw & Co., Esplanade, East 7.—Jagdgewehre etc.: Manton & Co., Old Court House Street 13 und Mangoe Lane 1.—F. Schonert & Co. (Deutsche), Konserven, Wein, Zigarren; besorgen Ausrüstung für Jagd-und Bergausflüge (gleich als Trägerlasten verpackt).—Indische Juweliere: Esoofally, Hiptoolla & Co., Chowringhee Road 6-2 und Radha Bazar 9-10; Hamilton & Co., Old Court House Street; Boseck & Co., Wellesley Place.—Hindubuchhändler: Shambhu Chandra Addy, Wellington Street.
Zeiteinteilung: 1. Tag: Botanischer Garten, Museum, Eden-Garten.—2. Tag: Basare, Zoologischer Garten, Kidderpur Docks.—Zum Ausflug nach Darjeeling rechne man mindestens 4, besser 10-14 Tage. Ausflüge nach Assam fordern mehrere Wochen.— Nach Puri Jagganath, vgl. S. [133], mindestens 2 Tage.
Geschichte. Calcutta wurde 1686 durch englische Kaufleute, die der Mogulstatthalter von Bengalen aus ihrer Faktorei Hugli vertrieben hatte, im Dorfe Tschatanati gegründet, das mit Kali Ghat (daher der Name) die Stelle der heutigen Stadt einnahm. Am 20. Juni 1756 wurde der Ort durch Suradsch ed Daulah eingenommen, wobei 146 englische Gefangene in das »Black Hole« eingesperrt wurden, in dessen engem Raum 123 während der Nacht umkamen. Nachdem aber Clive 2. Jan. 1757 die Stadt zurückerobert hatte, hob sich Calcutta rasch wieder. 1772-1911 war es Sitz der britisch-ind. Regierung.
Klima. Die Lage Calcuttas im feuchtheißen, von dichter Vegetation bedeckten Gangesdelta, nur 6 m über dem Meeresspiegel, ist gesundheitlich wenig günstig. Cholera und Fieber sind endemisch, doch ist in der Europäerstadt an sanitären Einrichtungen das Mögliche geleistet. Man unterscheidet drei Jahreszeiten: die heiße von Mitte März bis Mitte Juni, die Regenzeit bis Ende September und die kühle Jahreszeit von November bis Anfang März. Der Sommer ist wegen seiner feuchten Hitze sehr ungesund, deshalb leben alle wohlhabenden Europäer, soweit es die Geschäfte erlauben, von Ende März bis Oktober in der Sommerfrische in Darjeeling (S. [141]) oder Simla (S. [75]), wo dann auch der Vizekönig residiert. Als höchste Temperatur wurde 42,3°, als niedrigste 6,8° gemessen, als Durchschnitt im heißesten Monat (Mai) 30°, im kältesten (Januar) 18°. Sehr stark ist der Regenfall; Zyklone (Wirbelstürme), die gewaltige Sturmfluten im Hooghly hervorrufen, richten durch Windwirkung und Überschwemmung gelegentlich große Verheerungen an; neben Cholera und Malaria (s. oben) ist in Calcutta seit 1902 auch die Pest stark aufgetreten.

Calcutta (spr. kalkatta; der Name bedeutet: Flußtreppe [Ghat] der Kali, einer Göttin) ist im Gegensatz zu den zahlreichen uralten indischen Kulturstädten eine Gründung der Europäer und in einer von Natur sehr ungünstigen Umgebung (nahe dem Westrande des sumpfigen, ungesunden Gangesdeltas am Hooghlyufer, weit über 100 km vom Meer entfernt) erst emporgeblüht, nachdem 1772 der unbedeutende Ort zum Sitze des Generalgouverneurs erhoben worden war. Seitdem hat die vortreffliche strategische und kommerzielle Lage der Stadt ihre Wirkung entfaltet, und heute ist Calcutta, das »Hamburg« Indiens, der Hauptausfuhrhafen des Landes und eine wichtige Industriestadt geworden, deren weitere Entwickelung auch durch die 1911 beschlossene Verlegung der Zentralregierung nach Delhi nicht sehr wesentlich beeinflußt werden wird. Es besteht aus drei Hauptteilen: die White town, die Europäerwohnstadt, vom Charakter einer europäischen Großstadt, und die Black town, die schmutzige Eingebornenstadt, liegen auf dem l. Hooghlyufer. Ihnen gegenüber zieht sich die Fabrikstadt Howrah hin. Die eigentliche Stadt, vom Fluß und der Circular Road eingeschlossen, enthält die Esplanade, den Maidan (CD5), an dem das Fort William, 1773 erbaut, einen Raum von 3 km Umfang einnimmt, mit großem Arsenal, 619 Geschützen und 25000 Mann. Im N. des Maidan der Palast des Vizekönigs und das Rathaus. Die Stadt hat 27 protestantische (St. Paulskathedrale), 8 katholische Kirchen, ein theistisches Gotteshaus der Brahma Samaj-Sekte, aber keine orthodoxen Hindutempel; ferner zahlreiche Denkmäler. Die Bevölkerung beträgt: 890493 (mit Vorstädten 1216514) Köpfe (davon ca. 2/3 Hindu, ca. 30 Proz. Mohammedaner und etwa 6000 Europäer). Die Industrie ist auf Howrah (B2, 3) konzentriert. Mit diesem hatte Calcutta 1902: 26 Jutefabriken (die Hauptindustrie) mit 15132 Webstühlen und 80000 Arbeitern, 8 Baumwollspinnereien mit 324038 Spindeln, Papierfabriken, Zuckerfabriken, Indigofabriken etc. Der Staat besitzt eine große Geschützgießerei in Kosipur. Großartig ist der Handel, er wertete 1906/07: 1300 Mill. Rupien. Aus Deutschland kam 1902 für 11159460, dorthin ging für 82683580 Mark Ware. Die wichtigsten Ausfuhrartikel sind Jute und Jutesäcke, Opium, Tee, Reis, dann Häute, Baumwolle, Ölsaaten, Indigo, Rohseide, Gummi. Kohle wird aus Calcutta stark ausgeführt (1905: 7 Mill. Ton.). Der Hafen für sehr große, schwerbeladene Schiffe ist Diamond Harbour (S. [134]); die meisten Schiffe können bis zur Stadt gelangen, deren Hafen sich 16 km lang am Ufer hinzieht. Die über den Hooghly nach Howrah führende Schiffbrücke wird zu bestimmten Stunden geöffnet. Es liefen 1910: 539 Schiffe mit 1550000 Reg.-Ton. ein. Die Stadt besitzt zahlreiche Bildungsanstalten, darunter das Hindu College, Sanskrit College, Medical College, die berühmte La Martinière (Stiftung eines französischen Abenteurers, der 1808 als Millionär starb), einen prächtigen Botanischen und Zoologischen Garten, ist Sitz der Asiatic Society of Bengal (Park Street 57, gegründet 1784, mit Bibliothek von 15000 Bänden, Münz-, Gemälde-und Büstensammlung), des Lieutenant-Governors von Bengalen, vieler Verwaltungsbehörden, eines katholischen Erzbischofs, eines anglikanischen Bischofs und andrer Behörden.

Rundfahrt. Man beginne morgens mit der Chowringhee Road (D4/5), wo gute Geschäfte sind und am Nordende der Dhurrumtola-Basar (Pl. 16, D4) liegt. Nun zur *Esplanade (CD5), dem Maidan, Exerzierplatz und Promenade der eleganten Welt; an dessen Nordseite vorbei, r. zwischen dem Palast des Vizekönigs (CD4; Government House, erbaut 1804) und dem Rathaus (Town Hall; Pl. 1, C4) über den Dalhousie Square (CD4) und durch die Eingebornenstadt zur Hooghly- (Schiff-)Brücke (C3), von deren Mitte prächtiger Blick über die Ufer, belebt mit Schiffen und Booten sowie mit Badenden auf den Treppen der Ghats; auf dem rechten Ufer sieht man Howrah (B2, 3) mit Bahnhof, Werften, Docks und Fabriken. Von der Brücke zurück und nach Süden am linken Ufer entlang; r. Anlegebrücken der Seedampfer (Export and Import Jettis), l. vorbei am Zollamt (Custom House; Pl. 4, C3), dem Generalpostamt (Pl. 2, C4), der Bank of Bengal (Pl. 8, C4), dann l. der sehenswerte *Eden-Garten (C4), ein hübscher kleiner Park, von den Misses Eden, den Schwestern Lord Aucklands, angelegt und 1856 mit einer birmanischen Pagode aus Prome geschmückt, am besten abds. (6-7 Uhr Militärmusik) zu besuchen. Der weitere Weg, The Strand (C4), führt dann westl. am großen Fort William (S. [136], nichts Sehenswertes) vorbei, läßt Prinsep's Ghat r., dann über Hastings Bridge auf die Garden Reach Road (BC6), die am Nordende des Kidderpur-Docks Nr. 1 (B6) vorbeiführt; man fahre nun nach l. längs der Westseite dieses Docks, besichtige dort das Löschen und Laden der zahlreichen Frachtdampfer (sehenswert!) und fahre über die Brücke zwischen Dock Nr. 1 und 2 zurück durch Kidderpur zum Zoologischen Garten (C6) mit Prachtexemplaren von Königstigern, Orang-Utans, schwarzen Panthern, Fasanen etc., der auch als Picknickplatz beliebt ist (Konzerte So., Eintr. 1 Rup.).—Sw. liegt das Meteorologische Observatorium, südl. von ihm der Palast Belvedere (C6) des Lieutenant-Governors mit schönem Park und nahe sö. davon die Agri-Horticultural Gardens. Vom Zoologischen Garten fährt man auf der Zeerut Bridge (CD6) über den Tolly Nullah-Kanal (CD6), dann r. vorbei am Rennplatz (Race Course; C5/6), wo das ganze Jahr Wettrennen stattfinden, dann schräg über den Maidan, vorbei an der Victoria Memorial Hall und den Standbildern von Lord Dufferin (Pl. 21) und Outram (Pl. 26), zum Imperial Indian Museum (Pl. 6, D4; Chowringhee Road 27 und 28; guter Katalog am Eingang zu haben; geöffnet 10-4 bzw. 5 Uhr), 1866 erbaut; es enthält wertvolle Fossilien-und Mineraliensammlungen (darin prächtige Edelsteine aus dem Bundelkund und Südindien), ferner eine Antiquitätensammlung, besonders buddhistische Altertümer aus der Tope von Bharhut, aus Muttra und Gandhara (Punjab), die zum Teil griechisch-klassische Schönheit erreichen. In einem Anbau, vom ersten Stock des Museums zu erreichen, eine sehenswerte kunstgewerbliche Sammlung. In der Fossiliensammlung beachte man den Hyänenbär (Hyänoarktos), den Amphikyon, den Machairodos (Säbelzahntiger mit 18 cm langen Zähnen), die Siwalikkatze (so groß wie ein Tiger), den Megaloscelornis (ein Siwalikstrauß); ferner Knochen vom Dinormis, den Kolossochelys (eine Siwalik-Riesenschildkröte) und viele andre Seltenheiten.— Zum Botanischen Garten (11 km sw., Wagenfahrt in 11/2 St. hin, auch den ganzen Garten besichtigt man im Wagen, insgesamt 1/2 Tag Zeit nötig, 9 Rup.) fährt man über die Hooghlybrücke, am Bahnhof Howrah vorbei, dann l. südl. am r. Flußufer auf dem Grand Trunk Road durch die Vororte Howrah, Ramkrishnapur (B4) und Sibpur nach den *Government Botanical Gardens (A5, 6), die am rechten Hooghlyufer gegenüber dem Garden Reach (A6) liegen. Es sind herrliche Parkanlagen mit tropischen Bäumen, Blumenparketts, Sträuchern, Wiesenflächen, Teichen und Bewässerungskanälen. Breite Fahrstraßen durchkreuzen den Park. Am NW.-Eingang stehen drei Prachtbäume, ein Banyanbaum in der Mitte, je ein Bobaum (Ficus religiosa, unter dem Buddhas Erleuchtung stattfand) an jeder Seite; ersterer ist den Brahmanen, letztere sind den Buddhisten heilig! Eine Palmyrapalmenallee führt nach r., eine Mahagonibaumallee nach l.; man bleibe auf der mittlern Fahrstraße, die durch Kasuarinenbäume mit Kletterpalmen darauf in die Palmenpflanzung führt. Dann gelangt man über eine Brücke r. in den Blumengarten mit Orchideenhäusern etc. Ein breiter Weg führt dann zum Flußufer, das man l. läßt, um auf den *großen Banyanbaum (Ficus indica) zuzufahren, der mit mehreren hundert stammartigen Luftwurzeln eine Fläche von 80 qm mit etwa 300 m Umfang bedeckt; man geht unter dem Baum, der von weitem wie ein dichtbewaldeter Hügel aussieht, wie in einem Gehölz spazieren. Westl. vom Botanical Garden Ghat (A5), wo man mit Boot über den Hooghly nach Garden Reach ans linke Ufer sich übersetzen und von da mit Wagen über Kidderpur-Docks (S. [138]) zurückfahren läßt, liegt das Direktorgebäude (Superintendent House) am Fluß, und in seiner Nähe das berühmte große Herbarium mit etwa 40000 Pflanzen (vom Direktor Dr. Wallich um 1829 angelegt) nebst Bibliothek. Dem Botanischen Garten ist unter anderm die Akklimatisation und Kultur der Teepflanze im Himalaja und in Assam zu danken.

Ausflug auf der Bahn nach Chandernagore (Hôtel de France, gute Weine), einer 30 km nördl. von Calcutta gelegenen kleinen französischen Kolonie.