»Ich danke dir, Bruder! Das Wort war für mich! Ich weiß genugsam, daß mein Rücken unter euch allen wenig geschont wird. Ihr nennt mich einen leichtsinnigen Tausendsasa, einen … Ja, gleichwohl! Ein Skeptiker und Philosoph wie ich, der den Frühgottesdienst bedenklich verschläft, hat nicht viel Liebe unter euch Schweden zu erwarten. Ich tue wohl, mich damit zu trösten, daß der König selbst weniger empfindlich darin ist als ihr! Zu Hause gilt es zu fallen, und dann wirst du sehen, Bruder, daß die schwarze Perücke des alten Grothusen nicht hinter dem Glied bleiben wird.«

»Dort zu Hause, sagst du. Antworte mir ehrlich! Hofft Seine Majestät wirklich, dort frische Truppen sammeln zu können?«

»Das tut er … Und er wird es auch können. Es wird ein Reichsfechten, wie die Welt seinesgleichen noch nie gesehen … Meinetwegen! In der Stunde der Not die Wucherer zu rufen, du, das ist eine Sache … Und die Ritter könnten selten werden, wenn es keine Wucherer gäbe … Aber die Ehre und der Degen, das ist was anderes!«

»Und deshalb bricht er nun endlich auf? Ich habe doch zu bemerken geglaubt, daß er sich noch nicht ganz im klaren ist über die nächste Zukunft?«

»Je näher er gen Norden kommt, desto klarer wird sie ihm.«

»Du denkst an die Feinde, die alten und die zu erwartenden … Sachsen, Rußland, Preußen, Hannover, Dänemark … Sechs feindliche Völker zu bekriegen!«

»Sieben! Du vergissest den jüngsten und gefährlichsten Feind!«

»Welchen?«

»Die Schweden!«

Müller erhob sich von der Fußbank, und die beiden einäugigen Herren standen einander gegenüber.