Ein Buch für Junge und Alte

Preis jedes der einzeln käuflichen Bände geh. 4 M., geb. 5,50 M.

Die Neue Rundschau, Berlin: Ein Ganzes … das nicht durch seinen Kunstwerk allein, sondern durch seine Absicht schon die freudigste Beachtung verdient. Es handelt sich bei dieser Arbeit um nichts Geringeres als den Versuch: die Geschichte eines gesamten Volkes dichterisch zu gestalten, die Vergangenheit zum lebenatmenden, lebenspendenden Bild vor dem Auge des Heute erstehen zu lassen. Wo die Wissenschaft versagt, weil sie nur Erkenntnis begehrt und nicht schaffende Wirkung, tritt die hier lange verpönte Kraft der poetischen Einbildung wieder an den Stoff der toten Jahrhunderte heran mit dem alten, wundertätigen Schöpferwort: Stehe auf und wandle. Die Dinge sind zu diesem Punkte herangereift, langsam, unmerklich, aber unwiderstehlich folgerichtig … Diese Aufgabe hat nun Verner von Heidenstams oben genanntes Buch gelöst. Seine Darstellung der schwedischen Geschichte, die er uns hier geschenkt hat, ist ganz Tatsächlichkeit im besten Sinn und zugleich dort ganz Bild und blutreiches Leben … die wundervolle künstlerische Bewältigung des Werdegangs einer Nation, die nirgends bei ihm versagt. Damit hat er mit Meisterhand das geleistet, worauf es ankam, und niemand in seiner Heimat war so befähigt dazu wie er.

Hamburgischer Korrespondent: Verner von Heidenstam behandelt in diesem Buch die schwedische Geschichte von den sagenhaften Urvölkern an bis zur Neuzeit. Aber es ist beileibe kein trockenes Geschichtswerk, keine nüchterne Aneinanderreihung von Haupt- und Staatsaktionen –: in wundervoll lebendigen einzelnen Bildern schildert uns Heidenstam mit Meisterhand das Volk der Schweden in seiner Entwicklung, in seinem Wachsen und Werden, in seinem Glück und Leid. Ein Dichter hat sich in die Vergangenheit seines Volkes versenkt, und ein Dichter erzählt uns, was sein Auge geschaut hat.

Folke Filbyter

Erzählung

3. Auflage

Preis geh. 4 M., geb. 6,50 M., in Halbfranz 7,50 M.

Münchener Neueste Nachrichten: In diesem Buche wird von Folke Filbyter, dem Stammvater des schwedischen Königshauses der Folkunger, erzählt; in einem Ton, der noch etwas von dem Klang alter Heldenlieder an sich hat. Das Donnern ungezwungener Wasserströme gibt den Grundton, die Bäume des Urwaldes rauschen darein, der Sturm, der Wikingerschiffe nordwärts treibt, der Heimat zu, braust darüber hin.

Königsberger Allgemeine Zeitung: Es ist halb Geschichte, halb Sage und halb Dichterwerk, was Heidenstam in meisterlicher Weise erzählt. Groß angeschaut, echt dichterisch erfaßt und wiedergegeben, ermangelt dieses Buch doch keineswegs psychologischer Vertiefung und Feinmalerei, sowie machtvoller Charakterisierungskunst. Auch die reiche, blühende Sprache voll wunderbar plastischer Bildkraft, Sinnfälligkeit und künstlerischen Schwunges ist zu loben. Wenn irgendwo erhält das geheimnisvolle Dämmer nordisch-germanischer Vorzeit just in Heidenstams Werk die beste Darstellung … Es ist kein mit billiger Bücherweisheit vollgepropfter geschichtlicher Roman, sondern ein blutvolles, lebendiges Bild aus der Urväterzeit …