»Mein Freund, ich verstehe deine Frage nicht.«

»Gegen wen, sage ich? Gegen wen wurde dieser Degen gezogen? … Ich weiß es jetzt selbst. Gegen wen, frage ich? Gegen alle! Ist diese Antwort uns nicht genug? Ist es nicht so, daß ein Held sterben muß? … Er glaubte. Er glaubte an die Gerechtigkeit seiner Berufung … Solchen Trotzern verzeiht Gott, der Herr … Solchen Trotzern verzeihen sogar die Menschen!«

Von Verner von Heidenstam erschien im Verlag von Albert Langen

Karl der Zwölfte und seine Krieger

Historische Erzählungen in zwei Bänden

4. Auflage

Preis jedes der einzeln käuflichen Bände geh. 4 M., geb. 6 M., in Leder 15 M.

Das Literarische Echo, Berlin: Wir sind reicher geworden um ein wundervolles Buch. Ein schwedisches Buch, das in alle Literaturen gehört, so schwedisch sein Geist, seine Liebe auch ist. Denn es ist ein ganz reines Dichtwerk, geboren aus dem Urgrund einer Nation, einer ganz einzigen Volksseele und doch bestimmt für die ganze weite Welt, so lesen kann. Das ideale Schullesebuch wird einmal Stücke daraus enthalten. Denn es paßt für jedes Alter und alle Geschlechter. Noch trotzige Rein-Männer werden da ein Buch finden, das sie lesen dürfen, ohne ihrer edlen Literatur-Abgewandtheit etwas zu vergeben. (In diesem Buch fehlt fast ganz die Frau; und doch läßt sich denken, daß höhere Frauen darüber weinen.) … Man soll kritisieren. Aber fängt man auch mit den besten Vorsätzen, gezücktem Bleistift und Zettelvorrat die Lektüre an: sie reißt einen so schnell mit sich fort, erfüllt mit so feurigem Entzücken, so dankbarer Liebe zum Dichter, daß nichts aus kühlem Wertemessen und bedachtem Wägen wird. Soll man nicht froh sein? Man gibt sich diesem Buch hin wie einem geliebten Bade im See, einer Bergschau, einem Wiesenschlaf, einem angebeteten Mädchen: gefühlsselig, selbstvergessen, aufgegangen im Gegenstande seiner Liebe. Man sucht Gott – und wird selber Gott. Erst dann hat man ihn gefunden. Wer anbetet, ist selbst eines Gebetes wert. Und so kann man dieses wunderbare Buch nicht anders lesen, als indem man es erlebt. Und, ganz darin untergegangen, kann man nichts anderes von ihm sagen als eben nur feststellen: ich liebe es, wundervoll ist es. Und Liebe kennt nicht Einwand, sieht nicht Fehler. Aber keiner, der dies Buch liest, wird auch etwas dagegen einwenden können.

Früher erschien

Die Schweden und ihre Häuptlinge