Als sie die Stricke lösten und an die Stelle des Gefangenen den Kosaken banden, erkannten sie den Holsteiner Feuerhausen, der als Major in einem geworbenen Regiment diente, aber von den Kosaken weggeschnappt und wie ein Vieh vor ihr Wasserwerk gespannt worden war.

Er kniete und stammelte in gebrochenem Schwedisch:

»Majestät. Ich traue nicht meinen Augen … Meine reconnaissance …«

Der König fiel ihm heiter ins Wort und wendete sich zum Fähnrich:

»Führe die beiden Pferde hinauf in den Stall! Drei Männer können nicht behaglich auf zwei Pferden reiten, und deshalb bleiben wir hier, bis einige Kosaken vorbeikommen, denen wir ein neues Pferd nehmen können. Der Herr selbst steht Wache am Tor.«

Danach ging der König nach dem Wohnhaus zurück und machte die Tür hinter sich zu. Die ausgehungerten Pferde, die gierig die Rinde von den Sträuchern nagten, wurden währenddessen in den Stall hinaufgeführt, und der Fähnrich begann Posten zu stehen.

Langsam vergingen die Stunden. Als es gegen Abend ging, vergrößerte sich die Gewalt des Sturmes, und der Schnee irrte im Sonnenuntergang über die trostlosen Schneesteppen. Leichengelbe Kosakengesichter spähten über das Gebüsch, und weit draußen im Sturme tönte das Ohaho! Ohaho! Ohaho! umherstreifender Plünderer.

Da trat Feuerhausen aus dem Stall, wo er zwischen den Pferden gesessen hatte, um nicht Frost in die Wunden zu bekommen, die von den Stricken herrührten, mit denen er gebunden gewesen war. Er ging an die verschlossene Tür des Wohnhauses.

»Majestät!« stammelte er. »Die Kosaken sammeln sich mehr und mehr, und die Dunkelheit bricht bald an. Ich und der Fähnrich sitzen auf einem Pferd. Zögern wir hier, so wird diese Nacht die letzte der Großmächtigsten Majestät sein, was Gott durch seinen geheimen Ratschluß verhüten möge.«

Der König antwortete von innen: