S. [36]. Ueber die Anredeformeln, wie sie in Goethes Werken vorkommen, vgl. Gedanken über Goethe S. 274.

S. [37]. Mit der obigen guten Charakteristik Lessings vergleiche man die heissblütige Verkennung seines Verhältnisses zu Goethe in den Gedanken über Goethe S. 56. Wie kann man Lessing so verkennen und als Neid gegen Goethe auffassen, was doch nichts als eine leidige Voreingenommenheit seines Urteils in betreff des Werther und ein gut Teil Heterogeneität der Natur und Weltanschauung war! Auch Biedermanns Darstellung des Verhältnisses beider (Goethejahrbuch Band 1, S. 17) befriedigt nicht.

S. [38]. »Herder war keine harmonische Natur, sondern eigenwillig und ungleich, bald weich und freundlich, bald herzlos und ungerecht, von mehr dialektischem als konstruktivem Geiste, wie Goethe von ihm sagt« Gedanken über Goethe S. 14.

S. [40]. Das Urteil Pfizers in der Vorrede zu seinem Buche: Der Wälsche und der Deutsche, Aeneas Sylvius Piccolomini und Gregor von Heimburg, Stuttgart 1844.

Gervinus' Auseinandersetzung über Schillers ästhetische Briefe in seiner Geschichte der deutschen Dichtung Band 5, S. 468.

S. [41]. Guhrauer, Goethe im Verhältnis zu Politik und Geschichte in Brans Minerva 1846 Band 4, S. 181; vgl. besonders S. 228.

»Nicht Goethe, sondern Schiller war der poetisch vollendete Ausdruck des achtzehnten Jahrhunderts, der dreifach oder hundertfach erhöhte Klopstock; Goethe stand im tiefsten Gegensatz zu dem Geiste desselben und seine Dichtung begleitete dessen Phasen und Epochen keineswegs, wie öfter mit Unrecht behauptet worden« Gedanken über Goethe S. 109.

Goethes Aeusserung über Zeitungen im 17. Buch von Dichtung und Wahrheit (Werke Band 29, S. 69 Weimarische Ausgabe).

S. [43]. Für die Ehrfurcht vor Höheren verweist Hehn auf Riemer, Mitteilungen über Goethe Band 1, S. 155.

S. [45]. »Und was anders ist der Sinn der ganzen Dichtung von Hermann und Dorothea, als dass in wilder Zeit, in der Auflösung alles Gewordenen, doch die heilende Naturkraft sich bewährt und in Haus und Besitz, in Stiftung der Familie, in begrenztem Dasein und wiederkehrender, sich bescheidender Thätigkeit die ewige Ordnung unzerstörbar ist?« Gedanken über Goethe S. 239.