S. [71]. βιόδωρος αἶα Sophokles' Philoktet Vers 1138; vgl. auch Gedanken über Goethe S. 298.

S. [77]. Humboldt handelt vom Wunderbaren im Epos in § 41 seines Buches über Hermann und Dorothea (S. 86 der 4. Auflage; gesammelte Werke Band 4, S. 114).

S. [84]. Goethes Brief an Schiller, worin er des Friedensschlusses gedenkt, ist vom 13. Mai 1797 (Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe Band 1, S. 275 Spemann).


Charaktere.

S. [88]. Die Schilderung von Hermanns Charakter ist fast wörtlich schon in den Gedanken über Goethe S. 237 verwertet.

S. [91]. Ueber die öfter aufgeworfene Frage, ob der Pfarrer Katholik oder Protestant sei, äussert sich sehr richtig Hehn folgendermassen: »Ob der Pfarrer in Hermann und Dorothea ein katholischer oder protestantischer Geistlicher ist und ob er Messe liest oder eine Predigt hält, bleibt bei der hohen und freien Religiosität, die ihn in Thun und Reden leitet, unentschieden: doch könnte die Erwähnung des Tedeums, wo zur Orgel die Glocke tönt, und der Umstand, dass nirgends seiner Familie gedacht ist, mehr für das erstere sprechen; hinwiederum ist er aber auch Mentor eines jungen Barons in Strassburg gewesen, also wie Lenz und Herder, und mit solchem Amt pflegt der lutherische Kandidat seine Laufbahn zu beginnen« (Gedanken über Goethe S. 34).

S. [94]. Hier ist zu erwähnen, dass das Urbild der Dorothea nach Bielschowskys Ansicht (Die Urbilder zu Hermann und Dorothea: Preussische Jahrbücher Band 60, S. 335; vgl. auch Band 69, S. 666) Goethes frühere Geliebte Lili sein soll, deren Schicksale bei ihrer Flucht vor den eindringenden Franzosen Goethe verwertet habe. Mir sind Bielschowskys Argumente in keiner Weise überzeugend.

S. [95]. Humboldts Tadel dieses Motivs findet sich in § 34 seines Buches über Hermann und Dorothea (S. 69 der 4. Auflage; Gesammelte Werke Band 4, S. 92); vgl. auch Goethes Gespräche Band 7, S. 37.