In dieser Weise entsprechen sich auch noch im Folgenden die Capitel V bis incl. X; zu den Capiteln XI bis XV des tschechischen Werkes finden wir dann nach Ueberspringung zweier Capitel des deutschen Werkes (XI u. XII) die entsprechenden Gegenstücke in den Capiteln XIV-XVII des Ackermanns. C. XVI im Tkadleček tritt als letzter Abschnitt hinzu, grösstentheils wieder nur aus leeren Reflexionen bestehend, ohne in irgend einer Weise einen passenden Schluss zu bilden.
[98] Diese Behauptung lässt sich sogar ziffermässig constatieren. In der Hankaschen Ausgabe, in der die Seiten der einzelnen Blätter ziemlich gleich viel Zeilen enthalten, nimmt C. I 2½ Seiten ein, C. II 5½, C. III 2, C. IV 5, C. V 5, C. VI 7, C. VII 9, C. VIII 9, C. IX 18, C. X 31½, C. XI 9, C. XII 32, C. XIII 6, C. XIV 12, C. XV 14 und C. XVI 33 Seiten. In den mit geraden Ziffern bezeichneten Capiteln spricht das Unglück, dem jene gelehrten Excurse meist in den Mund gelegt werden.
[99] Man vergleiche das Urtheil Sabinas S. 105 und fg.
[100] So citiert er ein Werk des Sokrates ›über die Natur des Menschen‹ (I, 68 und I, 96), ferner beruft er sich auf Philosophen, deren Existenz wol schwerlich wird nachgewiesen werden können: Anastotsus (II, 10 vielleicht Aristoteles?), Faliscenes (I, 22), Phapho (I, 30). I, 65 citiert er eine Stelle aus Horaz, die sich in dessen Werken entschieden nicht findet. ›Schon sehen, hören und merken wir‹, heisst es dort, ›an deiner Rede, dass du mit deinem gelehrten Sinne nicht aus dem Brunnen getrunken hast, wie jene sieben heidnischen Göttinnen gethan haben, von denen der heidnische Meister Oracius erzählt‹. Aehnlich legt er I, 26 dem Job Worte in den Mund, die sich vielmehr in der Apocal. XIV, 13 finden. Das Streben des tschechischen Verfassers, sich möglichst gelehrten Anstrich zu geben, zeigt sich deutlich II, 24 (s. darüber unten S. 125) und II, 54 (s. unten S. 130).
[101] Λέγε δή μοι καὶ σύ, ἔφη, οὕτω περὶ ζωῆς καὶ θανάτου. οὐκ ἐναντίον μὲν φῂς τῷ ζῆν τὸ τεθνάναι εἶναι; Ἔγωγε. Γίγνεσθαι δέ ἐξ ἀλλήλων; Ναί. Ἐξ οὖν τοῦ ζῶντος τί τὸ γιγνόμενον; Τὸ τεθνηκός, ἔφη. Τί δέ, ἦ δ᾽ ὅς, ἐκ τοῦ τεθνεῶτος; Ἀναγκαῖον, ἔφη, ὁμολογεῖν ὅτι τὸ ζῶν. Ἐκ τῶν τεθνεώτων ἄρα, ὦ κέβης, τὰ ζῶντά τε καὶ οἱ ζῶντες γίγνονται; Φαίνεται, ἔφη.
[102] Hier steht das Wort ›stola‹, das jedoch Jungmann im Lexic. nicht erklären kann. Es ist hier jedenfalls eine Blume gemeint.
[103] s. Wackernagel a. a. O.
[104] Hier steht das Wort ›ossiwkem‹. Auch von Jungmann nicht erklärt. s. Lexic. II. 1006.
[105] s. Anmerk. zu obiger Stelle.
[106] Entspricht im Deutschen ebenfalls dem C. X, welches man vergleichen wolle.