Onne erhob ihren Stock und neigte sich ein wenig vor, und auch Anje senkte den Kopf und lauschte, denn sie fühlte, daß etwas geschehen sollte. Da vernahm sie aus der Ferne die Axtschläge ihres Vaters im Wald, und warf jauchzend ihre Arme empor. Sie stürmte ihrem Vater durch die grüne Sonnenherrlichkeit entgegen.

Als die besorgten Menschen mit dem hereinbrechenden Tag in das Zimmer kamen, in welchem Anje schlief, war das Kind gestorben. Auf seinem Angesicht lag ein Lächeln von solcher Glückseligkeit, daß alle, die es sahen, hinausgingen und weinten.

Ende

Im Verlag von Schuster & Loeffler in Berlin erschien von Waldemar Bonsels: Die Biene Maja und ihre Abenteuer Ein Roman für Kinder Neunzigste Auflage Preis M. 3.— brosch., M. 4.50 geb. Urteil der Presse: Wir haben seit den Meistern deutscher Märchenkunst kaum wieder ein Buch empfangen, das die große Aufgabe eines Kinderbuchs bewältigt, den Alten eine Quelle des Humors zu sein und den Kindern eine Welt tiefen Ernstes und unschuldiger Freude. Aus diesem Buch strahlt das Herz eines Dichters, der sich in seiner Beschränkung als Meister erweist, dem sein Los in diesem Werk wahrhaft aufs Liebliche gefallen ist. Gebt dieses Buch euren Kindern, es ist ein herrliches Buch. Die deutsche Frau, Berlin.
Waldemar Bonsels: Himmelsvolk Ein Buch von Blumen, Tieren und Gott Siebzigste Auflage Preis M. 3.50 brosch., M. 5.— geb. Urteil der Presse: Wie Waldemar Bonsels erzählt, das muß man selbst genießen, selbst mit durchleben, muß bewundern, wie dieses Dichterauge Erde und Gestirne, Wolken und Wasser, Pflanze, Tier und Mensch mit einem Blick durchdringt, der den Grund aller Dinge, allen Erlebens, aller Seelen sieht, muß dieses völlige Einssein mit Gott, diese Helligkeit, Güte und Liebe miterleben, die das Buch füllt, und die den durchziehen wird, der das Buch liest. – Am Ende dieses Buches stehen die Worte eines Sehers: »Wir müssen alle das Lächeln wieder lernen, das unseren kurzen Lebenstagen und ihrem vergänglichen Werk und Schmerz gilt. Wir sind alle aus der Freude geboren und kehren zu ihr zurück.« Frankfurter Zeitung, Frankfurt a. M.
Im gleichen Verlag erschien ferner von Waldemar Bonsels: Wartalun Eine Schloßgeschichte – Siebzehnte Auflage Preis M. 5.— brosch., M. 6.50 geb. Urteil der Presse: Unter Waldemar Bonsels' immer kunstreichen Romanen ist »Wartalun« ein herrlich großes Lebensgemälde voll hinreißender Schönheit und voll tiefster, formzeugender Anschauung des Ewig-Menschlichen. Hessische Landeszeitung, Darmstadt.
Waldemar Bonsels: Der tiefste Traum Eine Erzählung – Siebzehnte Auflage Preis M. 3.— brosch., M. 4.50 geb. Urteil der Presse: Ein Stimmungszauber geht von dem Buche aus, der die Sinne mit lockender Gewalt zur innigsten Anteilnahme zwingt. Der eigenartige Zauber liegt auf der rein menschlichen Seite des tiefen Problems, und die ganze Entwicklung der beiden Charaktere ist einzig darauf gerichtet, alles in eine ungemein vertiefte und goldgeklärte Harmonie ausklingen zu lassen. Generalanzeiger für Elberfeld.
Waldemar Bonsels: Die Heimat des Todes Empfindsame Kriegsberichte Neunte Auflage Preis M. 3.— brosch., M. 4.50 geb. Urteil der Presse: Das Buch schrieb ein Dichter, der damit unseren betrübten Tagen ein so schönes Licht entzündete, daß man an Gleichnisse und Seligpreisungen der Heiligen Schrift gemahnt wird. »Die Heimat des Todes« könnte wohl zu den wenigen Schriften zählen, die in späteren Zeiten eine Spur von dem tieferen Wesen unserer Kämpfe und Leiden zu tragen bestimmt sind. Denn das Buch schrieb ein Dichter, dem die Gabe verliehen ist, in das Zwielicht unserer persönlichen Anteilnahme mit einem Strahl ewigen Lichts zu leuchten. Die Rheinlande, Düsseldorf.
Im Verlag von Rütten & Loening, Frankfurt a. M., erschien ferner von Waldemar Bonsels: Indienfahrt Dreißigstes Tausend Preis M. 5.— brosch., M. 7.— geb. Urteile der Presse: Ich gestehe offen, daß mir noch niemals ein so formvollendetes, künstlerisch durchdachtes und von Schönheit überquellendes Buch unter die Augen gekommen ist. Der Bund, Bern. Waldemar Bonsels' Buch ist nicht nur das schönste, das ich je über Indien gelesen habe, auch ohne Rücksicht auf den Gegenstand muß ich es zu den wenigen großen Kunstwerken der Literatur der Gegenwart zählen, die an sich vollkommen sind. In meiner tiefen Ergriffenheit möchte ich auf dieses Buch alle die Lobsprüche häufen, wie sie schlagwortartig bei Anerkennungen wiederkehren. Nach Jahren erst hat Bonsels seine reichen, in der Zeit kaum bemessenen Eindrücke gestaltet, ein großes Kunstwerk entstand, von wundervollem Aufbau der sich entschleiernden Wunder Indiens. Ich kannte diesen großen Dichter kaum, auf den das deutsche Volk gerade inmitten seiner heldenhaften Not stolz sein darf und von dem es Außerordentliches für die Befreiung seiner seelischen Zukunft erwartet. Die Hilfe, Berlin.
Waldemar Bonsels: Menschenwege Aus den Notizen eines Vagabunden Achtzehntes Tausend Preis M. 5.— brosch., M. 7.— geb. Urteil der Presse: Der Dichter stellt in diesem Buch die natürliche Freiheit eines von jedem Stand und jedem gesellschaftlichen Zwang befreiten Menschen gegen die ganze Befangenheit der Gesellschaft. Der Vagabund ist ein Landstreicher aus freiem Willen, er will durch nichts gelten als durch die Kraft eines echten Gemütes, und er sucht Gott im Menschen. Dieser Vagabund ist die Verkörperung der Sehnsucht der neuen Jugend. Wie alle Werke von Waldemar Bonsels ist auch dieses neueste ein Meisterwerk künstlerischer Form, in einer Sprache geschrieben, deren kraftvolle Schönheit jeder Regung der Seele folgt, und die durch den unerschöpflichen Reichtum der Bilder die Landschaften seiner Gedanken mit der Anmut und Lieblichkeit, mit dem Ernst und der Macht einer wahrhaft sittlichen Forderung erfüllt. Hannoverscher Courier.