»Nun ja,« meinte sie verwundert, »das sagte ich ja schon.«

Wir ließen uns auf eine Bank nieder, die ganz von Flieder und Jasmin überschattet war. Die Büsche hatten hier unter den hohen Bäumen lange, hagere Triebe geschossen und blühten nur spärlich, ihr blattloses Gestänge um uns her wirkte wie ein Gitterwerk.

Das Hündchen mußte vorsichtig unter der Bank untergebracht werden, damit die Kette sich nicht verwickelte. Das kleine Tier trug schwer an dieser Fessel und schien verstimmt. Soweit seine Stirnzotteln, die wie die Fransen einer Reisedecke über seine Augen und die Schnauze fielen, es zuließen, warf es hier und da einen melancholischen Blick auf seine Herrin und einen äußerst mißtrauischen auf mich.

»Nieder, Niko!« rief die alte Dame entschlossen. »Nieder mit dir!«

Niko verkroch sich.

»Wollen Sie hier verweilen?« fragte mich das alte Fräulein. Sie sah mich liebevoll und aufmunternd an, ich hatte deutlich den Eindruck, nicht abstoßend auf sie zu wirken.

»Vielleicht finde ich im Dorf Unterkunft«, antwortete ich.

»Das wird schwer halten, aber was gelingt nicht einem mutigen, jungen Menschen, der vorlieb nimmt und nicht auf Äußerlichkeiten sieht. Der Jugend ist kein Lager hart.«

»Sie wohnen hier sehr schön«, sagte ich und maß Haus und Park mit einer Armbewegung.

»Ja,« sagte sie dankbar, »ein schöner Tag.«