Der Fuchs betrachtete den Elfen aufmerksam und erstaunt. Nun ist es so bestellt, daß, wenn ein Herz von einer Freude erfüllt ist und ganz selbstvergessen in ihr erglüht, so strahlt sie aus den Kammern des Herzens hervor, bis in die Züge des Gesichts, wie durch Glas, und füllt die Augen mit Licht. Es ist viel schwerer, eine Freude für sich zu behalten als einen Schmerz.

Was hat er nur, dachte der Fuchs, ich zeige ihm, wie gefährlich ich bin, und er wird immer beglückter. Das wunderte ihn, und er beschloß, den Elfen geradeheraus zu fragen, wie er über ihn dächte.

»Mein Lieber,« sagte er zögernd, »weißt du eigentlich nicht, wie man im Wald über mich denkt?«

»Warum tötest du Tiere?«

Der Fuchs erschrak. Er wußte nicht, worauf der Elf hinauswollte, aber er merkte nun, daß er wohl über ihn und seine Eigenart unterrichtet war.

»Um zu leben«, antwortete er.

»Tötest du niemals ohne Grund?«

»Nein,« sagte der Fuchs, »das wäre nicht klug. Ich nehme, was ich für mich und die Meinen zum Leben brauche.«

»Es gibt kein Geschöpf in der Welt, das es anders macht,« entgegnete der Elf, »deshalb laß es dir keine Sorge sein, wie andere über dich denken.«

Der Fuchs schaute seinen kleinen Nachbar groß und ruhig an: »Ich habe niemals anders empfunden,« sagte er ernst, und der Ausdruck von Verschlagenheit war völlig aus seinem Gesicht verschwunden, »ich wünschte mir nur, alle dächten so wie du.«