Das Spiel, das sich alsbald zwischen uns ergab, war sehr erheiternd für mich, aber es dauerte nur kurze Zeit. Der Brahmine sagte mir nach dem vierten Zuge, den ich machte, mit höflichem Bedauern mein unvermeidliches Geschick voraus und fragte mich, auf welchem Feld des Bretts mein König am liebsten seinen Untergang erlebte. Ich gab es an, und der hölzerne Fürst rutschte, eine Weile von eigenen und fremden Kriegern bedrängt, wie ein gescholtener Kuli hin und her, bis er seine unrühmliche Herrschaft, von einem feindlichen Bauern aus dem Hinterhalt überfallen, auf jenem Felde aufgab, das ich bestimmt hatte.
„Dem geht es ähnlich unter Ihrem Verstand wie dem englischen Kollektor“, sagte ich und lachte.
Ohne Besinnen antwortete mir Mangesche Rao:
„Überschätzen Sie die kleine Arbeit nicht, die dem Beamten zu schaffen macht, ich hoffe, das alles einmal wirkungsvoller zu sagen.“
„Also Sie haben es geschrieben und geben es ohne weiteres zu?“
„Was ich unter vier Augen zugebe, kann ich unter sechs ohne Mühe widerrufen. Aber glauben Sie, daß mir von einer Regierung Gefahr droht, die nicht den Mut hat, unumwunden zu fragen, aus Furcht eine Antwort zu erhalten, die sie zu einem Eingriff zwänge? Mich schützt nicht meine Geschicklichkeit, sie war zur Hälfte Nachsicht gegen die Persönlichkeit dessen, der sie nicht zu übertreffen vermochte; was mich schützt, sind die Macht und der Wille der Gleichgesinnten im Reich.“
„So wissen Sie auch, daß ich zuweilen ein Gast des Kollektors war?“ fragte ich, aufs höchste angeregt.
Mangesche Rao nickte. „Es ist leichter für uns, in Mangalore einen Europäer zu beobachten, als umgekehrt. Zu Anfang habe ich den Gedanken erwogen, Sie möchten mich im Interesse der englischen Regierung zu sich geladen haben, deshalb bin ich gekommen. Aber dieser Gedanke war falsch.“
„Ihr Bemühen, arglos zu erscheinen,“ sagte der Brahmine und lächelte, „auf diese Art versuchen es nur Leute, die es sind.“