Jörgen
Das ist der Tod.
Naemi
Oh, Vater, sieh mich an!
Nur einmal noch sei deinem Kinde gut.
Du starbst im Zorn! Wie weh das tut.
Oh, ungeschickter Tag, betrübte Stunde!
Daß nun des Todes Willkür deinen Fluch
zur dunklen Wahrheit meinen Schmerzen macht.
Daß kein Vertrauen dir die arge Kunde
erleichtert hat, kein freundlicher Versuch.
Zieh meine Kindheit nicht in deine Nacht!
Arne
Er war ein Leben lang den Kräften treu,
die ihn zu seinem Tun und Lassen trieben,
es konnte keiner noch die Menschen lieben,
der nicht sich selbst mit Schmerzen treu geblieben.
Gib du uns, Vater, daß es jeder sei.
Oh, gib uns Armen, die du selig preist,
ein mutig Herz bis in die letzten Stunden,
der du allein den Weg der Seele weißt,
gib ihrer Heimkehr Licht aus deinem Geist
und Trost aus deinen bittern Todeswunden.
Oh selig, wer, wie der entschlafne Mann,
der seines Werkes Frucht und Segen schaute,
im reinen Sinn des Wirkens schlummern kann,
dem er, als Kind, bis in den Tod vertraute.
Holger
Mein Vater ist tot! Pfaff, laß dein Plärren!
Du höhnst den Toten. Du lästerst den Herren!
Naemi
zu Holger