Holger
Und wenn die Besten meiner Schwäche lachten,
ich habe nur auf mein Gefühl zu achten.
Mein Herz ist fest und einzig schuld daran,
daß ich mich solcher Knechtschaft rühmen kann.
Will es mein Schicksal, mag ich denn vergehn.
Ich will es fordern, will es ganz bestehn.
Ich möchte wissen, wessen Welt
zu Norbys Ehre recht behält.
Jörgen
Wie leicht verrät ein Herz sein bestes Teil,
wenn junge Hoffnung tief im Irrtum glüht,
und wenn die Seele das erflehte Heil
als fernen Trost für ihre Schmerzen sieht.
Ach, daß den Besten das erreichte Ziel
so wertvoll würde wie die ersten Schmerzen.
Zu Naemi
Da stehst du, Siegerin im bittern Spiel
bewußter Allmacht und betörter Herzen,
blind für die Kräfte, die dein Zorn zerstört,
und dennoch schuldlos in das eigne Wesen
und in sein wunderreiches Licht betört,
in dem wir alle stöhnen und genesen.
Stimmen und Gelächter aus der Nacht.
Naemi
zu Holger
Dort kommt die Schar. Laß ihn, der Mond steht tief.
Was ihn zu seinen Taten rief,
das wird ihn richten, nicht, was er erreicht.
Dasselbe Leben, das sein Haupt gebleicht,
verbrennt auch mich und wird sich offenbaren
in unsrer Glut, die, ewig unerfahren,
dennoch unfehlbar die Vollendung zeugt.