»Benvenuto!« rief sie leise, denn niemand im Hause sollte wissen, wo sie war.
Er schlief tief und fest. Mit den Klängen der Trompeten kam ein schwaches Lächeln auf seinen schlafenden Mund. Afra sah in tiefem Erstaunen in sein Angesicht, in diese Züge, die sie zum erstenmal in voller Ruhe erblickte. Zum erstenmal erkannte sie die Schönheit darin, die vom Erdenelend gezeichnete, aber unzerstörbare Freude eines Menschen, der zuversichtlich auf dem Heimweg war. Sie hatte nicht einen Augenblick das Empfinden des Alleinseins, aber ihr war zu Sinn, als sei er allein. Von Anfang seines Daseins an, und nun, und für alle Zeit, um dieses Lächelns willen, das ihr über die armselige Torheit der Geängstigten und über die starräugige Allgewalt des Todes zu triumphieren schien.
Über ihr und über ihm, über den Lebendigen der Liebe, schlief Helmuts gescholtener Leib sein letztes Mal im Schein des täglichen Lichts über der Erde. Auch zu ihm drangen durch die Scheiben seines Totenzimmers die Abschiedsgrüße der Dorfmusikanten und füllten die Luft, die kein Atemzug mehr bewegte, über der vollkommenen Stille, die von seinem wächsernen Angesicht ausging.