Er saß ganz still, als Jucundas große, schlanke Hände den Tee bereiteten, und sah nichts als das anmutige Spiel der elfenbeinfarbenen Arme, die aus den Spitzenärmeln hervorlugten:

»Erinnern Sie sich noch, daß wir schon einmal beim Tee zusammengesessen haben?«

»Wie können Sie fragen, gnädigstes Fräulein! Ich habe seitdem von nichts geträumt, als daß dies einmal kommen könnte ... dies, was jetzt ist.«

Jucunda stellte den dampfenden Tee vor ihn hin, sah ihn von oben her mit ironischem Lächeln an und fragte:

»Und Asta?! Haben Sie die Courage gehabt, ihr zu verraten, daß Sie heute bei mir sind?«

»Warum sollte ich nicht? Das ist doch nicht verboten!«

»Nun, und was sagte sie?«

Hans wurde rot. Ob Asta geschwatzt hatte? Ob Jucunda wußte, wie er mit ihr stand?

»Sehen Sie wohl,« lachte das Mädchen, »Sie können nicht antworten — Sie haben Schelte bekommen —! Dacht' ich mir's doch.«

»Ich wüßte nicht, daß irgend jemand das Recht hätte mich zu schelten,« sagte der Student etwas kleinlaut und trotzig.