»Eine ... Sache?« fragte Asta ganz erstaunt. »Was hat's gegeben? Hast mir ja doch gar nichts davon erzählt, daß es was gegeben hat? Heraus mit der Geschichte!«

»Ich möchte ... eigentlich überhaupt nicht davon sprechen ...« meinte Jucunda.

»Und ich ... ich halte mich ebenfalls nicht für berechtigt ...« setzte Hans befangen hinzu.

»Schöne Sachen sind mir das!« zürnte Asta. »Ich bring' Euch zwei zusammen, und schon habt Ihr Geheimnisse miteinander, und ich werd' ausgesperrt und hab 's Zuschau'n! Na wartet — jetzt kommt der Tee mit dem Kuchen, hernach setz' ich Euch vor die Tür und ess' alles alleinig!«

Jucunda hatte einen Moment sinnend den Rauchwölkchen ihrer Zigarette nachgestarrt. Es war dämmrig im Zimmer geworden. Frau Wehe kam mit dem Tee, dem Gebäck, zündete die Petroleum-Hängelampe über dem Tische an, und hell gleißten nun die drei jungen Gesichter auf dem Hintergrunde der abgenutzten Stube, die rasch in völliges Dunkel versank.

Als die Wirtin gegangen, sagte Jucunda langsam: »Ich verstehe, daß Sie sich über die ... Angelegenheit ... die bewußte ... nicht gern aussprechen. Aber Sie werden begreifen: ich bin ziemlich gespannt. Sie wissen schon drum ... also die Sache kommt doch, scheint's, wirklich an die große Glocke. Ich bin ja schließlich doch ein bißchen beteiligt ... Wollen Sie mir nicht sagen, was inzwischen eigentlich passiert ist?«

»Hm ... wenn unsre ... gütige Gastgeberin gestattet, daß wir uns in ihrer Gegenwart über ... eine Sache unterhalten, die sie nicht ... in die wir sie nicht einweihen dürfen?« »Na macht schon, macht schon ...« maulte Asta, »Ihr brennt ja darauf, Eure Geheimnisse auszutauschen ... ich ess' Kuchen.« Und wütend bissen ihre blinkenden Zähne in einen braunlächelnden Mohrenkopf.

»Also kurz ... Er ... ist aus dem Korps ausgetreten ... und hat die ... die bewußten beiden Herren auf Säbel ohne ohne gefordert ... Genügt Ihnen diese Andeutung?« fragte Hans.

»Hm ... und mehr ... wissen Sie also noch nicht?«

»Noch nicht.«