»Ach — Sie scherzen wieder, Gnädigste —« sagte Hans. »Sie sind weit schönere Worte gewohnt ... Sie verkehren am Hof — inmitten von Geist und Grazie ... die Dichter, deren Werke Sie verkörpern, huldigen Ihnen ...«

»Der hat Ahnung, gelt?« lachte Asta halb verschmitzt halb schmerzlich zu ihrer Kollegin hinauf, in deren Arm sie sich drückte.

»Nein, Herr Thumser,« sprach Jucunda langsam, »Sie haben doch wohl eine etwas — na sagen wir mal zu ideale Vorstellung von unserm Leben ... Glauben Sie mir nur, es gibt nicht viel Männer, die so zu reden wissen, daß es einem wohltut ...«

»Gewiß, ich glaub's — so verwöhnt, so anspruchsvoll wie Sie sein müssen ... denn so jung wie Sie sind, Sie sind berühmt, alles liegt Ihnen zu Füßen, Sie kommen wie das Schicksal ... wehe dem, der Ihnen verfällt ...«

Ein Schatten war bei diesen Worten über die enthusiastischen Züge geflogen, die flammenden Augen hatten sich verdunkelt.

Jucundas Stirn hatte sich langsam zusammengezogen.

»Wie das Schicksal?« fragte sie, »wie meinen Sie das?«

»O ... ich dachte an ... eine gewisse Geschichte ... eine sonderbare, aufregende Geschichte ... von der Sie doch wohl auch wissen müssen ...«

»Sie ... meinen ... die Sache ... mit Herrn Pilgram? Von der wissen Sie also auch schon?«

»Ich weiß ... selbstverständlich weiß ich ... wir sind ja doch Korpsbrüder ...«