»Prima prima!« lachte sie und leuchtete den Freund an.

»Nichts Neues in der Affäre?« fragte er leise.

»Nichts von Belang ... Ich denke, es renkt sich ein.«

»Oh!« Franz Burg zog die tiefschattenden Augenbrauen hoch — »das wäre aber jammerschade ... Können Sie denn nichts dazu tun, daß die Geschichte mit dem nötigen Theaterdonner zum Klappen kommt?«

»Ach ... Ich bin froh, wenn sie aus der Welt ist ... Ich muß freien Kopf haben, freie Arme zum Arbeiten, zum Schaffen ...«

»Soll ich Ihnen mal was verraten? — Ihr Erbprinz ist im Theater — hat noch vor einer halben Stunde einen [Levkoyen] geschickt und eine Loge bestellen lassen ... Da alles futsch war, hat der Intendant die Direktionsloge zur Verfügung gestellt ...«

»Hm ... Das ist ja interessant ... Werde mir den jungen Herrn doch mal anschaun ...«

»Sie kennen ihn noch gar nicht?«

»Keine Ahnung ...«

»Na — die Hauptsache ist: Er ist da — jedenfalls ein Beweis, daß man nicht ungnädig ist ... Na, die Reklame haben Sie verscherzt, nun halten Sie sich wenigstens den hochgeborenen Verehrer warm ...«