»Da war das Weib mir aus den Augen schnell —
Hinweggerissen hatte sie der Strom
Des Volkes, und der Helm blieb mir in Händen.«

In diesem Augenblick versank alles, alles ... Jucunda Buchner versank, und nichts mehr war als Johanna von Orleans ... Die schoß nun wie ein Meteor aus der scheuen Zurückgezogenheit vor, riß dem alten Bauern den Helm aus der Hand:

»Gebt mir den Helm!«

Erschrocken fragt der Alte:

»Was frommt Euch dies Gerät?
Das ist kein Schmuck für ein jungfräulich Haupt!«

Und wie eine Fanfare jauchzt es aus der endlich entfesselten Brust der jungen Heldin:

»Mein ist der Helm — und mir gehört er zu!«

Alles — alles ist versunken — nur eines wirkt und wogt: der große Rausch des Schaffens ...

Und Johanna wurde erst wieder Jucunda, als nach dem ersten großen Monolog die Gardine sank und gleich darauf, wie hinweggerissen vom Orkan des Beifalls, wieder emporrauschte ... als tausendstimmiger Jubelruf sie umbrandete ...

Da war Jucunda wieder da — ganz wach, ganz klar ... Und sie neigte sich ... neigte sich zuerst mit tiefem Hofknix nach der Direktionsloge.