Höchst erfreuliche Aussicht, in so angenehmer Gesellschaft die drei Manöverwochen zu verbringen ... und wie reizend, daß nun auch Cäcilie in der Nähe war und auch noch ein wenig von der Gesellschaft des Malers profitieren würde, der ihr ja offenbar sehr sympathisch war. Schade, daß er und seine Zukünftige nicht in der Garnison wohnten; das wäre so recht ein hübscher Verkehr gewesen, die zwei. Cäcilie hatte unter den Damen des Regiments noch immer nicht den rechten Anschluß gefunden ... die junge Braut, das müßte nach Flambergs Beschreibungen ein Umgang für sein anspruchsvolles Weib gewesen sein ... Na, man würde eben bald mal nach Düsseldorf hinüberfahren und die jungen Leute im eigenen Heim aufsuchen ...

Ach ... das Leben war doch schön, wenn man ein bißchen Dusel hatte! — der freilich gehörte dazu ... na, und über Mangel an Dusel hatte Fritz Brandeis wahrhaftig nicht zu klagen ...

»Glänzende Tänzerin, Ihre Frau Gemahlin!« klang's da plötzlich neben ihm. Oberleutnant Menshausen, das geleerte Likörglas in der Hand.

Komisch ... wenn der Mensch auftauchte, immer hatte man so ein fatales Gefühl ... Was war's doch gewesen? — Ach so, seine läppische Bemerkung damals ... wann doch? — — ah, als die Reserveoffiziere einrückten ... haha! — Damals hatte er selber, Brandeis, davon gesprochen, daß er wünsche, Flamberg solle Cäcilie malen ... Und nun war das Bild bereits fertig ...

»Ja, ja, sie tanzt ausgezeichnet!« sagte er mechanisch.

»Und wie sie bei der Sache ist! — wenigstens wenn sie mit Herrn Flamberg tanzt — —!«

»— — Wieso —?«

»Ach, ich — ich meinte nur so —!«

»So?! — Sie meinten nur so! — Ich hatte das Gefühl, als ob Sie sich über irgend etwas ... wunderten!«

»Ich mich wundern? — Nein, das nicht ... sondern ...«