Freundschaftlich und vertrauensvoll klopfte der Kapitän dem Kameraden auf die Schulter — —
»Es ist Zeit ... morgen früh um vier wird abgebaut ... wollen ins Stroh kriechen ...!«
Zweites Kapitel.
Frau Cäcilie hatte einen bangen Traum.
Ein Geläut klang ihr ins Ohr ... ein tiefes, volltöniges Geläut ... unregelmäßig, oft wie vom Winde verweht, doch stark und mächtig ...
Und auf einmal wußte sie es ... das waren ja die Hochzeitsglocken ... heute machte sie Hochzeit mit Martin Flamberg ...
Das Glück war gekommen ... das große Glück ... die Lebensliebe, von der sie einst als Mädchen geträumt ... die Erfüllung, herrlicher, als kühnste Dichterphantasie sie schilderte.
Bim, bam, läuteten feierlich die Glocken ... die Glocken des Kölner Doms ... und sie beide, sie schritten mitten über den weiten Domplatz ... auf das weitgeöffnete Portal des ragenden Gotteshauses zu ...
Neben ihr ging der Maler ... in Paradeuniform, den schwarzen wehenden Roßhaarbusch auf dem Helm ...
War sie nicht schon einmal neben einem Manne hingeschritten, der diese Gewandung trug ...?!