»Da, wahrhaftig! Ich hab sie — aber, o weh: ein Glas fehlt — und das andere scheint zerbrochen zu sein!«

»Geben Sie nur her — ein zerbrochenes Glas ist besser als gar keins!«

»So — und nun ... nun kommen Sie weiter!«

Sie zog ihn vorwärts an ihrer Hand ... an ihrer lieben, festen Hand ... o Gott, wie gut das tat, so sicher geführt werden ...

Auf einmal blinkte vor ihnen ein Lichtschein —

»Sieh da — im Aussichtstempelchen oben hängt ein Lampion, das ist ja famos!« sagte die Führerin.

Der Achtunddreißigjährige fieberte wie ein Schulknabe.

»So, nun schauen Sie hinaus!«

Da lag das Schlößchen hart unter den zweien, schützend umfangen vom tiefen Schwarz der ragenden Bergketten hüben und drüben ... wie eine Märchenfeste schimmernd mit den hellerleuchteten Fenstern, den flimmernden Lichtschnüren der Lampions zwischen den Gartengehegen ... Lachen und Gläserklingen scholl herauf ...

Und hier droben die beiden Menschen ... entrückt, entronnen den lauernden Blicken der Gesellschaft, den hämischen Glossen, dem liebevoll forschenden Vaterblick ...