»Nein ... nicht ... ich hab' Sie heut ja noch gar nicht recht begrüßt ... Sie sind mir ja ... förmlich ausgewichen ...«
»Sie mir nicht, gnädige Frau —?«
Cäcilie senkte die Augen und schwieg.
Durch die halbe Zimmerbreite getrennt, standen die beiden Menschen regungslos ...
Das Knattern des Feuerwerks draußen schwieg ... magisch leuchtete das ruhige Licht bengalischer Flammen auf in den Gartenbosketts und zeigte das Ende des bunten Schauspiels an.
In unverwelklicher Glorie thronte droben Martin Flambergs Bild ... unergründlich tief und ruhevoll schauten die Augen des gemalten Weibes da droben hernieder auf die zitternde Hand, die schweratmende Brust seines lebenden Urbilds drunten, auf die zusammengepreßten Lippen, die straff angespannte Gestalt seines Schöpfers ...
»Leben Sie wohl, Martin Flamberg —« flüsterte Cäcilie.
Tief gesenkten Hauptes wandte sie sich zur Tür des Ehegemachs.
»Cäcilie —!« schrie Martin auf.
Da zuckte sie jäh zusammen ... stand mit hängenden Armen abgewandt einen Augenblick ...