»Menshausen, Sie müssen mir einen Rat geben —!«

»Gern — nachher! Erst müssen Sie mich einen Augenblick entschuldigen ... ich muß schleunigst auf mein Zimmer ... der Oberst, wissen Sie ... ich soll ... ich soll die Brigadebefehle für morgen früh holen ... bin im Moment wieder da!«

»Aber so hören Sie doch nur eine Sekunde — ich hab' eben einen schauderhaften Auftritt mit der kleinen Molly Sassenbach gehabt! — Bitte, sagen Sie mir doch bloß, wie ich mich verhalten soll ... Sie haben mich doch in diese Schweinerei hineingebracht, haben mir doch den Auftrag gegeben, die Damen ein wenig zu beobachten ...!«

Teufel — dachte Menshausen ... sollte der dämliche Geselle eine Taperei gemacht haben und nun die Verantwortung auf mich selber abwälzen wollen —?!

»Na — so erzählen Sie schon schnell!«

Quincke berichtete.

Menshausen platzte hell heraus: »Sie sind eine Kraft, Quincke — allerhand Hochachtung! Sie verdienen, Obereunuch beim Padischah zu werden! — Ich hatte Sie gebeten, ein wenig zu beobachten — und Sie platzen dazwischen, ehe überhaupt was passiert ist! Na, weiter kein Unglück —!«

»Aber die Kleine hat mich tödlich beleidigt! Ich werde mich bei ihrem Vater beschweren!«

»Sie sind komplett wahnsinnig, Herr! — Danken Sie Ihrem Schöpfer, wenn die Kleine nicht anfängt! — Sich beschweren — hahaha! Das Gesicht von Sassenbach!! Ne, mein Lieber, die kleine Gardinenpredigt, die stecken Sie man ruhig ein! Die haben Sie rechts und links 'rum verdient! — Und nun lassen Sie mich nach oben! — — Donnerwetter, da ist der Hauptmann!«

Munter summend kam Herr von Brandeis aus dem Küchenkorridor: »Na meine Herren, wie hat Ihnen das Feuerwerk gefallen? — pompöse Sache, was?«