Aha — grinste Oberleutnant Menshausen in sich hinein, als die Gastgeberin sich plötzlich aus der Schar der Zuschauer des Feuerwerks zurückzog — aha, also wirklich!
Er gönnte ihr einen kleinen Vorsprung, zog sich dann gleichfalls langsam aus der Gruppe heraus, die am Rande der Gartenbastion stand, und schob sich am Saum der Bosketts entlang hinter Frau Cäcilie her ...
Er stockte, als in diesem Augenblick von der Treppe her, die aus dem Schloßgarten zu den dunkeln Gehegen des Parks hinanführte, ein Paar herniederstieg ...
Schau, schau ... der Landwehrfritze — und das ältere Majorsmädel — und — — zog sich nicht in diesem Augenblick langsam ihr Arm aus dem seinen ...? Sah sie nicht empor zu ihm mit einem Blick, ordentlich butterweich?
Und sieh — aus der Tür, die zum Seitenflügel führte, schlich sich da zu gleicher Zeit das jüngere Fräulein heraus und gesellte sich ganz harmlos zu den Zuschauern des Feuerwerks — woher kam denn die —?! Na, selbstverständlich auch von einem Rendezvous! —
War denn das ganze Schloß des Teufels —?!
Keine Zeit, weiter zu beobachten ... er durfte die Fährte nicht verlieren ... er trat in die Veranda, ging zu dem Tisch, auf dem Zigarren und Zigaretten aufgestapelt waren, zündete auch wirklich ein Papyros an ... beobachtete, wie Frau Cäcilie drinnen Befehle erteilte ...
Im Augenblick, als sie auf die Diele hinaustrat, schlenderte er harmlos, nachlässigen Ganges durch den Speisesaal, gab seinem Burschen, der eben mit einem Brett voll Biergläser aus der Küche kam, einen Auftrag wegen des Sattelns für andern Morgen ... und folgte der Hausfrau ...
Er hörte ihre müden, unsichern Schritte sich die Treppe hinaufschleppen ... horchte, wie sie eine Tür öffnete und schloß ... und wollte eben hinterhersteigen, als plötzlich mit hastigen Schritten der Leutnant Quincke aus dem Küchenflur schoß. Er erblickte den Kameraden und stürzte auf ihn zu: