»Halt, meine Herren!« überschrie der Major den Tumult, »ich bitte dringend um Ihre Aufmerksamkeit! — ich bin nämlich noch nicht zu Ende —: Ich habe die angenehme Pflicht, Ihnen die Verlobung meiner Tochter Nelly mit —!«

Weiter kam er nicht — keiner verlangte, den Namen des Erkorenen zu wissen.

Es gab einen Jubel, daß an allen Lagerfeuern des ganzen Bataillons alle Köpfe dorthin sich wandten, wo bei der Fahne auf einer leichten Bodenerhebung die Herren vorm Bataillonszelt tafelten ...

»Das Brautpaar: hurra, hurra, hurra — —!«

Und vor versammeltem Kriegsvolk nahm der Major seinen Schwiegersohn beim Kragen und preßte seine langwallenden Schnurrbartzipfel auf den roten Bart des Herrn Professors.


Wenige Minuten vor neun Uhr ließen die Kompagnieführer ihre Leute bei den Gewehren antreten. Es war kühl geworden, die Mäntel hatten schon längst angezogen werden müssen ...

In langen dunkeln Reihen standen die Kompagnien ... es kam der Augenblick des Abendgebets.

Die Kompagnieführer standen vor der Front, die Zugführer am rechten Flügel ihrer Züge.

Und nun erklang von rechts her in ruhig heiterm Schreiten das Schmettern der Regimentsmusik ... sie spielte die alte stolze Weise des »Großen Zapfenstreichs« ...