Langsam marschierte das Musikkorps, die Spielleute aller drei Bataillone voran, an der Front des ganzen Regiments vorbei, dessen drei Bataillone ihre Biwaks nebeneinander aufgebaut hatten ...

Gelblich leuchteten die Instrumente auf im Widerschein der Lagerfeuer ...

Und aus der Ferne von rechts und links kam's wie ein Widerhall ... dort, wo die andern Regimenter des Korps biwakierten, vollzog sich die gleiche Feierlichkeit ...

Nun war die Musik am linken Flügel des dritten Bataillons angekommen, sie machte kehrt, zog abermals vor den dunkeln Massen der lauschenden Truppen entlang bis in die Mitte des zweiten Bataillons, in die Mitte der ganzen Regimentsfront. Da machte sie halt.

Hier stand der Oberst mit seinem Stabe. Er gab mit weithin schallender Stimme das Kommando: »Mützen ab zum Gebet!«

Die Bataillonskommandeure, die Kompagniechefs wiederholten den Befehl.

Alle Mützen flogen von den Köpfen ... ein tiefes, andächtiges Schweigen lagerte über dem nächtigen Plan ...

Nun scholl ein dumpfer, langhinrollender Trommelwirbel ... die achtundvierzig Tambours des Regiments ließen leise rasselnd ihre Schlägel auf die entspannten Kalbfelle niederfallen ... darüber schwebte ein leiser, flehender Triller der Flöten ... und nun setzte der volle Ton der Trompeten, Tuben, Posaunen ein mit herzerschütternder Choralmelodie ...

»Ich bete an die Macht der Liebe,

die uns vom Himmel offenbart ...