Als der Major sich überzeugt hatte, daß seine Tochter heil sei, und beide sich dem Opfer der Katastrophe zuwandten ... da saß dies Opfer in seinem Überzug von Schlamm und Algen ... und lachte ... lachte selig wie ein Kind, das einen fabelhaft gelungenen Streich ausgeführt hat und nun auf allgemeine Dankbarkeit Anspruch macht ...
Einen Augenblick waren die Retterin und ihr Vater völlig verblüfft ... dann aber stimmten auch sie erlöst und überwältigt ein in die erdentrückte Heiterkeit des langen Menschen im Froschpfuhl ...
»Donnerwetter! — Sie scheinen sich in Ihrem Tümpel da ja ganz behaglich zu fühlen! — Wie lange wollen Sie denn da eigentlich noch sitzen bleiben?«
Und die junge Dame fragte: »Soll ich vom Pferde runterkommen und Ihnen die Hand geben?«
Da kam Wilhelm Frobenius denn doch zu Besinnung.
Er versuchte aufzuspringen ... aber das war nicht so leicht ... Es blieb ihm nichts übrig, als die Beine, die bisher so schön auf dem Trocknen gelegen hatten, von ihrem hochgelegenen Platze herunterzudirigieren.
Und so, am ganzen Leibe triefend und mit grünem Schlamm überzogen, richtete Wilhelm Frobenius seine lange Gestalt auf, stieg auf die Chaussee und machte eine tragikomische Verbeugung.
»Darf ich Herrn Major ganz gehorsamst bitten, mich vorzustellen?!«
Abermals platzte Nelly heraus.
»Ja,« sagte der Major, »als was soll ich Sie denn nun vorstellen — als Leutnant der Landwehr? — Das geht doch nicht gut; denn augenblicklich haben Sie mit allem Möglichen Ähnlichkeit ... aber mit einem Leutnant ... Also, sagen wir schlechtweg: Herr Frobenius — meine Tochter Nelly!«