»Ah, das ist ja 'ne ausgezeichnete Idee!« stimmte der Major zu.

Zerschmettert sah Wilhelm Frobenius an seiner jammervollen Erscheinung herunter ... »Allerdings — Sie haben wohl recht, gnädiges Fräulein! Ich danke Ihnen! — Den Dank für meine ... Rettung ... hoffe ich Ihnen ... in etwas schicklicherer Verfassung ...«

»Schon gut, schon gut!« sagte Nelly, »nur schnell von der Chaussee herunter, Herr Leutnant ... Da hinten kommt schon eine Kompagnie vom Exerzierplatz zurück ...!«

»Ah, gut, gut!« sagte der Major, »also schnell, Herr Leutnant, verschwinden Sie! — Und ihr, Mädels,« — das galt Nelly und der soeben herankommenden Molly — »macht, daß ihr nach Hause kommt ... Ich halte den Schinder so lange und werde ihn der Kompagnie dort übergeben; die kann ihn zur Stadt zurückschaffen ...!«

Mit kurzem, herbem Kopfnicken verabschiedete sich die junge Dame von ihrem Schützling, der barhaupt im prallen Sonnenschein vor ihr stand und mit schlotternden Gliedern eine hilflos befangene Verbeugung machte ... In schlankem Galopp stoben die beiden Reiterinnen nach rechts der Stadt zu.

Der Major ergriff die Zügel Kunos des Schrecklichen, der wie ein Lämmchen folgte, grüßte kurz mit der Linken und sprengte der anmarschierenden Kompagnie entgegen.

Wilhelm Frobenius aber stapfte an seinem Tümpel vorüber ... durch den Chausseegraben ... in den Wald ... und suchte sich ein sonniges Plätzchen aus ...

Fünftes Kapitel.

Die Kompagnie, die auf der Chaussee vom Exerzierplatz sich näherte, war die dritte.

Hauptmann Haller, der vorschriftsmäßig an der Queue ritt, sah seinen Bataillonskommandeur herankommen und galoppierte an, überholte seine Kompagnie und meldete dem Major: »Dritte Kompagnie auf dem Rückmarsch vom Exerzierplatz!«