»Danke, lieber Haller! — Hier bring ich Ihnen etwas Schönes mit!«
»Ich hab mich schon gewundert, Herr Major.«
»Haarsträubende Geschichte! — Hat den Leutnant der Landwehr Frobenius abgeworfen — der Satan!«
Die Kompagnie war inzwischen herangekommen. Staubbedeckt, lustig seine Zigarette rauchend, marschierte an ihrer Spitze der schlanke, blonde Leutnant von Finette. Er hatte die letzten Worte gehört, und nachdem er vor seinem Bataillonskommandeur salutiert, erlaubte er sich zu bemerken: »Darf ich Herrn Major darauf aufmerksam machen, daß das Kuno der Schreckliche ist?!«
»Kuno der Schreckliche — wer ist denn das?«
»Ein total aus dem Leim gerittener Schinder aus dem Tattersall! Wer hat denn bloß dem unglücklichen Herrn von der Landwehr diese Kreatur unter den Leib gesteckt? ... Die ist doch eigentlich nur noch zu Beefsteak zu gebrauchen!«
»So,« sagte der Major, »das begreife ich allerdings auch nicht ... Ich werde doch mal an den Direktor telephonieren ... So was darf nicht wieder vorkommen ... das ist ja 'ne Infamie geradezu!«
Hauptmann Haller hatte inzwischen seinen Burschen herangewinkt, der dem Major die Zügel des unglücklichen Gaules aus der Hand genommen hatte.
»Haben Sie die Erste und Zweite gesehen?« erkundigte sich der Major.
»Zu Befehl, Herr Major! Die Zweite hat das Kastanienwäldchen besetzt — die Erste greift von der Hohen Tanne her an!«