Und heute mittag würde er von der schönen Frau von Brandeis empfangen werden ... würde plaudern und studieren dürfen mit ihr und den schlanken Töchtern des Majors ...
Es war fast wie ein Traum ... so ausgehungert wie man war nach Schönheit und Glanz in dieser verfluchten Kasernenatmosphäre, in dieser ekelhaften Tretmühle des Dienstes, in dem verblödenden Milieu der Unteroffiziere und Füsiliere ...
Merkwürdig nur, daß dies Tälchen sich so endlos lang hinzog. Schon eine halbe Stunde mußte verflogen sein, seit er sich von der Kompagnie losgelöst und nun als eine Art kleiner Cäsar, als selbständiger Detachementsführer, in der Welt herumgondelte.
Allmählich fing's an, unheimlich zu werden.
Er drehte sich um. Schweigsam trotteten seine Füsiliere hinter ihm her, das Gewehr im Arm, die Nase zum grünen Waldboden gesenkt.
»Sagt mal, Kerls, weiß einer von euch, wo das Gehölz liegt?«
Die Füsiliere sahen einander an. »Wat für en Jehölz?« sagte einer der alten Leute, »mir wisse nix von eme Jehölz.«
»Na, das Gehölz, wo wir uns aufbauen sollen, zum Donnerwetter!«
»Da hann mir doch nix von gehört — dat hat dä Herr Oberleu'nant doch em Herr Unner'ffzier selbst jesagt!« grinste der Füsilier.
»Nä, da wisse mer nix von,« wiederholten grinsend die übrigen Kerle.