Mit ihr, von der seine Gefühle ihm beim ersten Anblick gesagt hatten, daß sie die Kameradin sei, die er brauche, sie der Mensch, der seinem wilden Herzen den Frieden schenken würde, die große Ruhe, in der allein das große Werk zur Reife gedeihen kann.
Wie schön das alles — wie reich und schön! Wie reich und schön dies selbstgeschaffene Leben mit all seinen wechselnden Gestaltungen!
Wie hell um ihn die Hoffnungsfülle — wie golden vor ihm die Zukunft in Nähe und Weite!
Welches Glück, ein Künstler zu sein!
Welches Glück aber auch, Soldat zu sein — von Zeit zu Zeit einmal untertauchen zu können von der flimmernden Oberfläche der Menschheit her in die ruhig treibende Tiefe hinab, dorthin, wo im Waffendienst ein Volk geschult wurde zur Wehrhaftigkeit in Krieg und Frieden, zu geschlossen starkem Ineinanderwirken, zu elementarischer Zusammenballung eines ungeheuern Kräftevorrats!
Und endlich, zu lieben und geliebt zu werden — welch ein Glück — welch eine Schönheit — welch überschwengliche Hoffnung und Gnade!
Ihm war's, als sitze sein Mädchen ihm gegenüber, als seien die tränenschweren, güteschweren braunen Augen auf ihn gerichtet mit der innigen Mahnung: Komm wieder — komm bald wieder — du weißt ja, ich harre dein!
Der reisende Mann legte den Kopf tief in die Kissen zurück, schloß die Augen und sprach leise vor sich hin: »Agathe — Agathe!« — —
Ratternd und fauchend hielt der Zug auf einer Kreuzungsstation. Martin fuhr auf, steckte den Kopf zum Fenster hinaus in der Absicht, die Einsamkeit seiner Fahrt gegen jeden Eindringling mit einem wahren Menschenfressergesicht zu verteidigen.