»Also doch nicht so ganz Übermensch ... doch irgendwo ein Fleckchen in Ihrem Herzen, wo man sich anbauen kann?! —«
Martin Flamberg malte und schwieg.
»Heut abend bleiben Sie zum Tee bei uns! — Mein Mann kommt erst um acht Uhr aus der Kaserne zurück — Sie werden mir inzwischen Gesellschaft leisten, und ich werde Ihnen etwas vorsingen!«
Martin Flamberg atmete tief auf ... »Wer könnte da ›nein‹ sagen —?«
»Ich habe schon lange auf die Gelegenheit gelauert, Ihnen zu zeigen ... ein bißchen Wer bin ich auch ... ein bißchen mehr als all die Kommißgänschen hier herum ... ein ganz klein bißchen pass' ich auch in die Welt, in der Sie heimisch sind —«
— — Und Frau Cäcilie saß am Flügel ...
Sie schien zu wachsen, als nun die ersten Akkorde aufschauerten unter den schlanken, nervösen Fingern ...
Nur die Kerzen am Instrument brannten im Zimmer ... warfen gelbe Lichter auf die erdbeerfarbene Seide ... flimmernde Reflexe in die straffe Haarkrone — darunter schimmerte die weiße Stirn mit mattem Opalglanz ...
Nun öffnete sich sanft der schmale Mund ... und weiche Töne quollen durchs Zimmer:
»Nicht im Traume hab' ich das gesehn,