52) Sozialistische Monatshefte 12/10/1931 S.960 "Die internationale Diskussion über den polnischen Korridor".

53) Nicht lange nach unserer Grenzlandtagung Mai 1929 in Dresden hatte ich Prag zum ersten Mal mit großer Begeisterung gesehen, um der dortigen befreundeten "Lese- und Redehalle deutscher Studenten" einen Besuch abzustatten.

54) Für Berichte siehe vossische Zeitung 2.April 1931, Journal de Genève 31. März, "Der Student", Folge 7/1931 S.10, "Student & Hochschule", Mai 1931.

55) Ich wurde gebeten, einen Dr. G. dem Führer der Schweizer Delegation Jaques Kunstenaar vorzustellen, denn G. sei auch Schweizer, dann stammelte er aber, daß er eigentlich aus Vorarlberg sei, aber das wäre doch beinahe dasselbe. Ich fand das sehr merkwürdig und besprach es mit Jacques Kunstenaar. Ein Dr. G. wird später als nationalsozialistischer Staatsrechtler bekannt. Jacques Kunstenaar war in dieser Zeit schon ein prominentes Mitglied der Spitze der FUI geworden und wurde dann auf der anschließenden Ratstagung in Wien zum nächstjährigen Präsidenten bestimmt.

56) Die damalige Lage wird knapp zusammengefaßt von P. Krüger a.a.O.S. 531.

57) Die wirtschaftlichen Referate wurden gehalten von dem tschechischen Dr. Schuster aus Prag und Dr. Kanas aus Pressburg, von deutscher Seite Dr. Fischer, Berlin und Dr. Hans Wilbrandt als agrarpolitischer Experte, der auch Mitarbeiter der "Sozialistischen Monatshefte" war. Ein deutscher Bericht ("Der Student" 7/10) zitiert als Äußerung eines tschechischen Delegierten: "es ist das Problem eines gemeinsamen Lebensraums, das doch mehr ist als bloße Nachbarschaft".

58) Die Veröffentlichung des Zollunionsplans war anscheinend für einen etwas späteren Termin geplant, aber wurde dann wegen befürchteter Indiskretionen auf diesen Tag vorverlegt (Krüger, S.533, "Der Student" 7/S.4).

59) Vossische Zeitung 2. April 1931: "Die Tagung, die von Vizekanzler Schober eröffnet wurde, zeigte einen erfreulichen Aufschwung der studentischen Völkerbundsarbeit und ein Anwachsen der Organisation in fast allen Ländern".

60) Journal de Genève 31.31.1931 und Der Student Folge 13/14 S.11/12.

61) Siehe P. Krüger's Kommentar S.533: "Dies war wirklich der Sündenfall der deutschen Außenpolitik, eine Herausforderung des europäischen Staatensystems und eine schlecht kalkulierte dazu" und seine weiteren Informationen über Opposition im Auswärtigen Amt gegen diese Pläne von Curtius und seinen neuen Staatssekretär v. Bülow, und eine warnende Aufzeichnung von Köpke vom 21.2.1931, "daß die Tschechoslowakei und Frankreich wegen Bedrohung der tschechoslowakischen Unabhängigkeit die folgenreiche Veränderung der europäischen Machtverhältnisse durch die Zollunion keineswegs hinnehmen könnten. Als einzige Möglichkeit, dem Ziel näher zu kommen, schlug Köpke jenen Weg vor, der in den Unterredungen zwischen Benes und Schubert im Mai 1928 sich als allein wirklichkeitsnah herausgestellt hatte, nämlich beide Länder von vornherein in die deutsch­österreichischen Verhandlungen einzubeziehen..". Eine ähnlich kritische Betrachtung auch bei Graml a.a.O. S.260/1.