Cherubim

(durch diese Stimme geweckt, richtet den Blick starr auf ihn):

Ich gebe nach. Ich rette dein Geld!

Der Freund:

Jetzt hab ich dich, Freundchen! Du sicherst dir das Kapital. Glückauf! Wir brauchen es nicht. Diesen Schlußeffekt hast du dir nicht erspart. Du Streiter in Gottes Hand! Nun Ischarioth und Co., tut euch von neuem auf: Gott gebe euch Treue und tröste eure Witwe.

von Tuchmeyer:

Halt — ich bin noch hier! Wer ist nun der Verräter an uns allen? Du, Cherubim, hast feige deine Größe verlassen. Und Sie — wer sind Sie auf einmal? Nun sind mir die Fäden zerrissen — auch ich schwanke — wem glaub ich denn noch? War mein Geld umsonst und, was schlimmer ist: mein Glaube? Rächt sich schon mein seliger Papa? Macht man so Bankerott ...?

(Die Ouvertüre ist zu Ende. Es wird laut geklatscht. Das Brausen im Saale schwillt an.)

Die erste Nummer ist vorbei. Jetzt schnell! Es muß doch weitergehn. Ich fange an, mein eigner Regisseur zu werden. Wir können doch nicht mitten im Programm aufhören ... nach der ersten Nummer!

(Verzweifelt zum Fürsten):