(ohne sich zu verändern):
Du hast ihn nicht aufgezogen. Ich wußte, du würdest auf mich schießen. Aber es ist noch zu früh. Ich bin nicht das richtige Ziel — deshalb ersparte ich mir den Griff.
Du mußt ihn auseinanderziehn — so — jetzt ist die Kugel im Lauf — (Er tut es und reicht es ihm hin.) Jetzt kannst du schießen.
Der Sohn
(läßt den Revolver sinken):
Verzeih. — (Er steckt ihn zu sich.) Ich behalte dein Geschenk.
Der Freund:
Und nun auch die letzte Klippe umschifft ist — wie zwecklos wäre ein Mord in diesem Moment — so will ich dir sagen, weshalb ich es tat.
Ich kenne die Versuchung, mit Ruhm und mit Weibern zu schlafen. Doch brauchte ich nichts zu fürchten — ich sehe, du brennst noch. So ist es gut. Aber jeder hat die Probe auf sein Exempel zu machen; schon der Kleingläubigen willen und des Unverstandes. Mit beiden muß ein Feldzug rechnen. (Er sieht auf die Uhr.) In nicht mehr zehn Minuten, am Schritt der Polizisten gemessen, wirst du in Ketten deinem Vater zugeführt. Du stehst vor ihm, der Ketten ledig, Aug in Auge. Und er wird dein Urteil sprechen: es lautet auf Zwangsarbeit. Was — wirst du dann tun?
(Er steht vor ihm, ganz nahe.)