(Sie kniet vor ihn hin, wie er vor sie im zweiten Akt.)

Ich seh den Himmel über Ihnen scheinen,
Den ich in meiner ersten Nacht gesehn.
Und könnt ich heut an Ihrem Busen weinen
Sie würden meine Träne nicht verstehn.
Und könnt ich heute noch die Worte sagen:
Geburt und Dasein — einst in Ihrem Schoß —
Mich würde Ihre Liebe nicht mehr tragen,
Ich bin zu arm. Die Erde ließ mich los.

(Sie erheben sich langsam beide.)

Ins schmerzlich Ungeliebte, in die Schwere
Des tief Erkannten treibt mein Körper hin.
Umfängt mich auch die grenzenlose Leere:
Voll Frucht und voller Segen ist mein Sinn.
Denn dem Lebendigen mich zu verbünden,
Hab ich die Macht des Todes nicht gescheut.
Jetzt höchste Kraft in Menschen zu verkünden,
Zur höchsten Freiheit, ist mein Herz erneut!

(Sie reichen sich die Hände und gehen ab nach verschiedenen Seiten. Der Tote, in der Mitte des Saales, bleibt allein.)

Ende des fünften Aktes.

Anmerkungen zur Transkription