Clo war bleich, ihr Gesicht trug einen leidenden Zug; trotz der warmen Herbstsonne hatte sie eine Decke über die Knie gezogen.

Sie sprachen von gleichgültigen Dingen, von den wenigen Neuigkeiten, die sich in den letzten Tagen zugetragen hatten:

Gestern nachmittag hatte es gewittert; darauf war die Temperatur plötzlich stark gefallen. Heute früh war es kühl gewesen. Die Schwalben sammelten sich bereits zum Flug.

Sie sprachen mit leiser Stimme und sahen aneinander vorbei.

Klaus Tiedemann hatte auf seinem Wege gefällte Stämme bemerkt; nun redete er davon.

Clo gab rasche Antwort: man baute einen Fahrweg durch den Wald zur neuen Anstalt.

Klaus Tiedemann fragte, welchem Zweck der Neubau dienen werde. Hilde gab keine Antwort; sie machte hinter seinem Rücken ihrer Schwester Zeichen, zu schweigen. Die bemerkte es nicht.

»Für Lungenkranke im ersten Stadium.«

Besorgt sah Hilde auf ihren Vater, sie mied jedes Wort, das ihn an Leos frühes Ende erinnern konnte.

Doch sie schien sich getäuscht zu haben. Mit ruhigen Worten sprach er weiter.