Als er die Antwort erhält, blickt er ernst zu Boden; dann streckt er Hansen die Hand hin:

»Sie haben recht.« Er nickt der alten Frau zu. »Er versteht das Leben.«

Sie macht einen eiligen Knicks.

»Gewiß, Herr Kommerzienrat, gewiß,« sagt sie und denkt an ihren Mann, der ihr elterliches Erbteil verspielt hat und den sie erhalten mußte die letzten Jahre durch ihrer Hände Arbeit.

Dann gehen sie weiter durch die übrigen Räume. Hilde weiß nicht recht, warum; doch Klaus Tiedemann will wohl nicht zeigen, daß sie nur Hansens wegen gekommen sind.

Er sieht gleichgültig über die farbigen Flecken an den Wänden.

Beim Ausgang schüttelt er Hansen nochmals die Hand und sagt: »Besuchen Sie uns doch wieder einmal; wir sind seit Leos Tod fast immer zu Hause.« Er bewegt den Kopf auf dem gedrungenen Halse hin und her, als beengte ihn der Kragen; dann fügt er in alter Art hinzu: »Wir werden uns freuen, Sie begrüßen zu können.«

Die alte Frau nickt ununterbrochen in ihrer Verlegenheit; mit sicherer Bewegung faßt sie ihr Sohn beim Arm: »Ich werde es mir demnächst erlauben.« Er verneigt sich und grüßt Hilde mit den Augen: »Leb' wohl!«

Er sieht dem davoneilenden Wagen nach und beugt sich zu der alten Frau hinab:

»Nun, Mutter?«