Fred stand auf, Lecart hielt ihn fest: »Treffe ich dich morgen im Geschäft?«

»Nein!« Fred Tiedemann strebte den Spieltischen zu. Lecart riß aus seinem Notizbuch einen Zettel und kratzte im flirrenden Licht, das durch den Rauchnebel schien, ein paar Worte darauf: »Da unterschreib!«

Mit gleichgültigen Augen überflog Fred die zwei Zeilen, durch die er das Bankhaus Klaus Tiedemann anwies, Herrn Baron Lecart beim Ankauf der nachgelassenen Mansbergschen Spiritusfabriken bedingungslos zu unterstützen. Mit seiner steilen Schrift setzte er seinen Namen darunter. »Wir müssen aber die erste Hypothek haben, damit wir sicher gehen!« sagte er.

»Ich bin der letzte, der euch schädigen will.«

Fürst Solt ging vorüber mit seinen langsamen, steifen Schritten und seinem tadellos sitzenden Salonrock. Tief bückte sich Fred Tiedemann:

»Durchlaucht, dürfte ich um wenige Augenblicke Gehör ersuchen?«

Solt neigte den Kopf.

»Bitte!«

Fürst Solt trat näher, er übersah Lecart, der, während sein Schwager in wohlgesetzter Rede die Einladung vorbrachte, den Zettel hastig verwahrte, der ihm wieder für ein paar Monate Luft machte und Kredit schuf.

Mit freudestrahlenden Augen sah Fred dem Fürsten nach: »Er hat zugesagt, das Fest ist gesichert.«