»Na,« er lachte gutmütig, »abwarten ...«

Sie stand auf in jäher Bewegung:

»Jetzt möchte ich zu Hilde; ich habe sie eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.«

»Komm, Kind, sie wird sich gewiß freuen ...«

Leo lag auf dem Diwan und horchte den Stimmen, die aus dem Nebenzimmer kamen.

Er hatte die Augen geschlossen in schwerer Mattigkeit. Der Kopf schmerzte, und sein Puls ging schwer. Man gab ihm keine Ruhe: jetzt mußte ihn auch Hilde bei Papa anschwärzen. Was wußte die von all dem, was in ihm vorging? Für sie war er der Bub, der lernen sollte. Was rechnete die mit seiner Eigenart? Schwerer Groll stieg in ihm gegen die Schwester auf, die sein Bestes wollte.

Er fuhr wider Willen zusammen und stellte sich schlafend.

Die Tür war geöffnet worden.