Er fühlte den Blick seines Vaters auf sich ruhen und regte sich nicht.
Ein Stuhl wurde gerückt; nun mochte er sich wohl zu ihm gesetzt haben. Da war einer Aussprache nicht mehr zu entgehen! Er wußte, daß Papa nun warten würde, bis er aufwachte.
Langsam, blinzelnd schlug er die Augen auf und richtete sich verschlafen in die Höhe.
»Bleib nur liegen, Bub!« Tiedemann betrachtete ihn mit forschenden Blicken. »Du siehst elend aus, Leo.« Er furchte die Stirn.
»Aber Papa, das ist nur, weil ich Kopfweh habe, und die Tapete hierinnen macht jeden grün! Du siehst auch schlecht aus.«
»Laß die Tapete in Ruhe und sag' mir lieber, wann du heute nach Hause gekommen bist!«
»Nicht spät,« Leo brachte schnell zwei Stunden in Abzug, »es wird noch nicht zwölf gewesen sein. Ich bin von Jan Wolny direkt hierher.«
»Ist das wahr?«
»Ja.« Aus gepreßter Brust kam die Antwort.
»Du lügst mich nicht an?«