Hilde stand jäh auf.

»Mahlzeit!«

Olthoff wich nicht von ihrer Seite. Ungezwungene Gruppen bildeten sich, Brunn-Bennigsen trat ans Klavier. Wieder legten die Gesichter sich in ernste Falten.

Die ersten Töne erklangen.

In der Stille hallte Gerhards Stimme desto lauter, alle Blicke wendeten sich zu ihm: er störte die Kunst, das war Sakrileg. Fred Tiedemann knirschte mit den Zähnen, das hatte Papa davon! Brunn-Bennigsen tat einen bösen Seitenblick.

»... Bombay ist stark zurückgegangen, durch Cholera und andauernde Mißernten ...«

Elektrische Spannung lag in der Luft und mußte sich über Gerhard entladen. Doch als Fürst Solt nun, von den Erinnerungen seiner Jugend getrieben, ebenfalls laut antwortete, zerfloß alles in Wohlgefallen: dem konnte niemand Taktlosigkeit vorwerfen!

»... Ich glaube, auch die Bevölkerung ist stark dezimiert.«

»Gewiß.«

»Wo hatten Sie eigentlich Ihren Sitz?«