Goethe 1828.
Gemälde von Josef Stieler.
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GRÖSSERES BILD
Goethe 1832.
Von C. A. Schwerdgeburth.
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GRÖSSERES BILD
Gott glauben heißt, in’s Tätige übersetzt, sich in Gottes Willen ergeben, das Weltregiment ihm anvertrauen, sich selber in seine Hände legen. In jüngeren Jahren nannte Goethe die höchste Macht wohl auch „Schicksal“ oder „Natur.“ „Du hast uns lieb“ redete er das Schicksal an: „Du hast für uns das rechte Maß getroffen.“ So glaubt er mit siebenundzwanzig Jahren, und mit dreiunddreißig rühmt er ebenso die „Natur.“ „Wir sind von ihr umgeben und umschlungen, unvermögend, aus ihr herauszutreten ... Sie hat mich hereingestellt, sie wird mich auch herausführen. Ich vertraue mich ihr. Sie mag mit mir schalten. Sie wird ihr Werk nicht hassen.“[39]
Und oft gesteht er später in Prosa und Versen das gleiche Gottvertrauen. Sogar im fröhlichen Liede, das er in den Kriegsstürmen von 1813 an einer Wirtstafel zu Oschatz niederschreibt:
Ich habe geglaubet, nun glaub’ ich erst recht!
Und geht es auch wunderlich, geht es auch schlecht,