Wir stehen, was diese höchsten Gesichtspunkte anbetrifft, ja noch mitten im Kampfe, und streng genommen kann man doch nur von Anzeichen reden.

Aber eine Anzahl Menschen fangen doch entschieden schon an, darüber nachzudenken, ob man nicht über eine Kunsttheorie, deren Schwächen man nur zu deutlich empfindet, eine Schicht tiefer zurückgehen müsse auf eine Revision gewisser Voraussetzungen in der Weltanschauung, die uns das neunzehnte Jahrhundert überliefert hat.

Eine Revision, die natürlich nicht wieder zu den Torheiten zurückführt, die dieses prachtvolle Jahrhundert glücklich antiquiert hat.

Sondern, die uns noch einmal wieder um ein Stück freier macht und dabei allerdings auch noch mit einigen Spezialgespenstern aufräumt, die dieses Jahrhundert selbst hinzugebracht hatte.

Befreien wir den Menschen wieder von diesem Wirklichkeits-Gespenst, das sein Herzblut saugt wie ein Vampyr — — und wir haben die Kunst mitbefreit.

Lernen wir aus den Kunst-Konsequenzen.

Und wir begreifen, daß in der Philosophie etwas falsch war.

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(Friedrichshagen. Fest des Geistes.)

Der Wald schimmert im blassen Sonnenglast nach einem Regenschauer.